Zum achten Mal ein Gewinn

Politisch Homburg schliesst das vergangene Jahr abermals mit einem Gewinn ab. Das positive Resultat lässt auf weitere Steuersenkungen hoffen.

Kurt Peter
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Thomas Wiget Gemeindeammann Homburg (Bild: Nana do Carmo)

Thomas Wiget Gemeindeammann Homburg (Bild: Nana do Carmo)

HOMBURG. Trotz Steuersenkungen und hohen Investitionen: Die Gemeinde Homburg befindet sich auf einem finanziellen Höhenflug. Entsprechend erfreut und mit Stolz konnte Gemeindeammann Thomas Wiget am Mittwochabend an der Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle erneut einen erfolgreichen Rechnungsabschluss präsentieren. «Ich habe bereits im vergangenen Jahr von guten Aussichten gesprochen, die Prognose hat sich bewahrheitet», meinte er. Enttäuscht zeigte er sich an der Versammlung nur vom geringen Interesse. Von den knapp über 1100 Stimmberechtigten fanden sich 43 in der Mehrzweckhalle Unterhörstetten ein, was einer Stimmbeteiligung von 3,7 Prozent entspricht.

Mehr Steuern als budgetiert

«Es ist der achte Ertragsüberschuss in Folge», gab Wiget bekannt. In diesen fetten Jahren konnten insgesamt 4,2 Millionen Franken an Überschüssen erwirtschaftet werden. Er zeigte sich optimistisch und hoffte, dass weitere Senkungen des Gemeindesteuerfusses möglich seien. Er sprach auch vom «Glück des Tüchtigen», benannte Budgetreue und Ausgabendisziplin als Faktoren, die den Gewinn von 247 000 Franken möglich gemacht hätten.

Sorge bereiten dem Gemeinderat aber immer noch die hohen Steuerausstände von gesamthaft 933 000 Franken. Gegenüber Budget 2014 fielen die Steuererträge um 215 000 Franken besser aus. Wobei hauptsächlich der Ertrag aus Steuern früherer Jahre zu Buche schlug. Die Grundstückgewinnsteuern erreichten den budgetierten Rahmen von 47 000 Franken. Dass diese Quelle langsam versiegt, zeigt sich an den Erträgen aus dem Jahr 2013. Damals waren es noch knapp 142 000 Franken. Die höhere Steuerkraft der Gemeinde wiederum führt zu geringeren Beiträgen aus dem Finanzausgleich. Dieser sank von 432 000 Franken im Jahr 2013 auf 340 000 Franken im vergangenen Jahr.

Der Gemeinderat schlug vor, vom Gewinn 175 500 Franken dem Eigenkapital zu übertragen. Dieses steigt somit auf 2,545 Millionen Franken. 71 000 Franken sollen für zusätzliche Abschreibungen bei Strassen, Kanalisation, Wasserwerk, Bachverbauungen, Schützenhaus, Gemeindehaus, Mehrzweckhalle und Werkhof verwendet werden. Rechnung und Investitionsrechnung wurden ebenso einstimmig genehmigt wie die vorgeschlagene Gewinnverwendung.

Überall tiefe Stimmbeteiligung

Enttäuscht zeigte sich Gemeindeammann Thomas Wiget von der Beteiligung bei den Gemeinderatswahlen. Nur gerade 30 Prozent der Stimmberechtigten hatten am Urnengang teilgenommen. Die kommunale Politik habe seiner Meinung nach mehr Interesse und mehr Aufmerksamkeit verdient.

Abschliessend gab Wiget bekannt, dass die Firma Ennova eine Absichtserklärung der Gemeinden Homburg und Raperswilen betreffend dem Projekt Windenergie wünsche. Die Firma wolle Planungs- und Rechtssicherheit. Eine solche Erklärung bedeute aber nicht, dass die Anlage realisiert werde. Und sie bedeute schon gar nicht, dass dies ohne die Zustimmung des Souveräns geschehe.