Zukunft der Trotte bleibt offen

HÄUSLENEN. Noch ist unklar, was mit der eingestürzten Trotte in Häuslenen geschieht. Eigentümer, Denkmalpflege und Gemeinde treffen sich nächste Woche.

Olaf Kühne
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Die Trotte Häuslenen ist nur noch ein Schutthaufen. (Bild: pd/Heinz Büchi)

Die Trotte Häuslenen ist nur noch ein Schutthaufen. (Bild: pd/Heinz Büchi)

Ihr Ende war spektakulär. Nachdem die Trotte in Häuslenen über Jahre ruhig vor sich hin verlotterte, stürzte sie in der Nacht auf Samstag mit lautem Getöse in sich zusammen (unsere Zeitung berichtete). Nasse Schneemassen hatten dem maroden, rund 170jährigen Bau den Rest gegeben.

Sache der Gemeinde

Schutt wegräumen und weitermachen, könnte man jetzt denken. Doch das historische Gebäude ist in der kantonalen Denkmaldatenbank als «wertvoll» eingestuft. «Wir treffen uns voraussichtlich nächste Woche mit den Eigentümern und der Gemeinde zu einem Gespräch», sagt denn auch der zuständige Denkmalpfleger Ueli Wepfer auf Anfrage. Wie es danach weitergehen könnte, will er offen lassen. Wepfer lässt aber durchblicken, dass sich die Denkmalpflege in dieser Angelegenheit eher als beratende Instanz sieht. Primär sei es Sache der Gemeinde, das kantonale Denkmalschutzgesetz durchzusetzen. Dieses sieht gar vor, dass die Eigentümer unter Umständen zum Wiederaufbau verpflichtet werden könnten.

Heimatschutz redet mit

Eine unwahrscheinliche Lösung für die Häuslener Trotte, die der Verein Thurgauer Heimatschutz indes noch nicht ausschliessen möchte. Schon in unserer gestrigen Berichterstattung erklärte Geschäftsführer Gianni Christen, dass der Vorstand den Fall erst im April besprechen werde. Bis dahin dürften auch die Besitzverhältnisse neu geregelt sein. Derzeit gehört die Trotte noch vier Parteien, darunter dem Winterthurer Immobilienkönig Bruno Stefanini. Noch im März soll die Liegenschaft aber an den beteiligten Häuslener Bauer Walter Ammann als alleinigen Eigentümer überschrieben werden.

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