Zufriedenste Schweizer wohnen in Berg

Eine aktuelle Umfrage von «Nextsuisse» kürt die Bewohner von Berg zu den glücklichsten Schweizern. Gemeindeammann Max Soller führt dies darauf zurück, dass Berg «auf der Höhe» ist und allen Bevölkerungsschichten was zu bieten hat.

Samuel Koch
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Herr Soller, warum wohnen in Berg die zufriedensten Schweizer?

Max Soller: Berg ist für mich eine schöne Gemeinde mit einer guten Infrastruktur, einer friedlichen Wohngemeinschaft und vielen öffentlichen Institutionen und Vereinen, welche zum guten Zusammenleben beitragen.

Sind Sie selbst in einem Verein tätig?

Soller: Nein.

Was halten Sie von der Studie?

Soller: Solche Studien müssen relativiert werden. Es gibt sicher viele andere Gemeinden, in denen Schweizer zufrieden leben.

Was ist das Besondere an Berg?

Soller: Bei uns herrscht ein ständiger Dialog. Unsere Bewohner gehen aufeinander zu und versuchen Probleme gemeinsam zu lösen.

Können Sie ein konkretes Beispiel nennen?

Soller: 2012 wurde die Bahnunterführung Kehlhof eröffnet. Verschiedene Vereine haben zusammen mit den Behörden einen gelungenen Anlass auf die Beine gestellt.

Für wen ist Berg der ideale Wohnort?

Soller: Unsere Gemeinde ist bei allen Bevölkerungsschichten beliebt, denn in Berg ist alles vorhanden. Die Nähe zum Erholungsgebiet Ottenberg sowie die verkehrstechnische Lage nahe dem Städtedreieck Weinfelden, Amriswil und Kreuzlingen lockt Personen aus sämtlichen Lebensstufen zu uns.

Dazu wird aber ein Auto benötigt.

Soller: In Berg sind zwei Bahnhöfe ans Netz der SBB angeschlossen.

Will jetzt nicht jeder nach Berg ziehen? Wie sieht es mit der Zuwanderung in Ihrer Gemeinde aus?

Soller: Ehrlich gesagt erwarten wir keinen grossen Run. Zudem gibt es im Thurgau oder generell in der Schweiz viele Gemeinden, welche gut geführt werden und eine hohe Lebensqualität haben.

Welches Verbesserungspotenzial hat Ihre Gemeinde?

Soller: Immer und überall kann etwas verbessert werden. Vor allem in der modernen Kommunikation wollen wir den Hebel ansetzen. Wir wollen den Ausbau der Glasfasernetze vorantreiben. Ein weiteres Traktandum stellt die ärztliche Versorgung dar.

Inwiefern?

Soller: Die Ausgangslage ist nicht zufriedenstellend. Zurzeit praktiziert in Berg nur ein Hausarzt, welcher bald in Pension geht. Es besteht die Gefahr, dass Berg keine eigene ärztliche Versorgung hat. Jedoch suchen wir seit längerem nach Lösungen.

Beschreiben Sie Berg in wenigen Worten.

Soller: «Berg ist auf der Höhe» heisst unser Werbeslogan. Das Motto unseres Gemeinderats heisst nun: «Wir wollen auf der Höhe bleiben.»

Wie bleibt Berg «auf der Höhe»?

Soller: Indem die gute Infrastruktur erhalten bleibt.

Was sind Ihre Ziele als kürzlich wiedergewählter Gemeindeammann?

Soller: Ich möchte die angefangenen Aufgaben weiterführen. Neben dem bereits erwähnten Verbesserungspotenzial beinhaltet dies den Neubau des Wasserreservoirs Ottenberg, weitere Werkleitungsbauten sowie den Ausbau der SBB-Gleise zwischen Berg und Kehlhof.

Sind Sie in Berg aufgewachsen?

Soller: Nein. Ich bin in Mattwil aufgewachsen und habe anschliessend 20 Jahre in Wigoltingen gelebt.

Wie zufrieden sind Sie jetzt in Berg?

Soller: Es gefällt mir sehr gut. Ich bin gesund und fühle mich gut. Ausserdem motiviert mich mein Amt.

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