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Die Wängemer Gemeindefinanzen befinden sich auf gutem Weg. (Bild: Olaf Kühne)

Die Wängemer Gemeindefinanzen befinden sich auf gutem Weg. (Bild: Olaf Kühne)

Wängi schreibt kleineres Defizit
als erwartet

Höhere Steuereinnahmen, tiefere Sozialhilfekosten – die boomende Wirtschaft ist auch im Rechnungsabschluss der Gemeinde Wängi angekommen.
Olaf Kühne

Dicke Post für die Wängemer Stimmbürger. Allerdings nur im Wortsinn. 52 Seiten dick ist die Abstimmungsbotschaft zum kommunalen Rechnungsabschluss. Dieser weist zwar ein Defizit aus, ist aber laut Gemeindepräsident Thomas Goldinger dennoch «erfreulich».

Tatsächlich ging das Budget für das vergangene Jahr noch von einem Verlust von 373000 Franken aus. Die Zahl unterm Strich ist rot geblieben, mit 92000 Franken fällt das Minus indes wesentlich kleiner aus. Bedeutendster Faktor für diese Differenz sind die Gemeindesteuern. Sowohl die natürlichen als auch die juristischen Personen zahlten mehr in die Gemeindekasse als vorgesehen. "Die Wirtschaft brummt", freut sich Goldinger.

Einzig bei den Grundstückgewinnsteuern fiel der Ertrag 70000 Franken tiefer aus als geplant. "Ein Budgetposten, der kaum abschätzbar ist", sagt Goldinger. So flossen denn die Gemeindesteuern um 315000 Franken reicher als im Budget 2017 vorgesehen.

Gesundheitskosten steigen weiter

Eine grosse Differenz, die kaum jemand bedauern dürfte, entstand zudem in einem weiteren Konto: unterm Strich musste die Gemeinde rund 130000 Franken weniger Sozialhilfe ausrichten. Dabei entstanden geringere Ausgaben, wie auch höhere Rückvergütungen. Einzig die Kosten für die Krankenpflege und die Krankenversicherung steigen in Wängi – wie in anderen Gemeinden auch – weiter und weiter und lagen auch vergangenes Jahr über Budget.

Wängis Gemeindepräsident Thomas Goldinger

Wängis Gemeindepräsident Thomas Goldinger

Ein grosser Ausgabeposten der Gemeinde bleibt indes die Infrastruktur. "Das ist eine unserer Kernaufgaben", sagt der Gemeindepräsident. "Hier müssen wir dranbleiben." 620000 Franken flossen alleine in Belagsreparaturen, der Bruttoaufwand für die Wängemer Gemeindestrassen beläuft sich auf 1,37 Millionen Franken. Ein Infrastrukturprojekt, das Wängi acht Jahre lang auf Trab hielt, konnte vergangenes Jahr dafür nun auch noch buchhalterisch abgeschlossen werden: die Sanierung der zahlreichen Bahnübergänge der Frauenfeld-Wil-Bahn. Auf 1,46 Millionen Franken beläuft sich die Schlussabrechnung, 1,05 Millionen Franken hatte die Gemeinde hierfür bereits in früheren Jahren akonto bezahlt.

Letzte Rechnung mit alter Buchhaltung

Den ausführlichen Rechnungsabschluss ihrer Gemeinde erhalten die stimmberechtigten Wängemer diese Woche zugeschickt. Es wird der Letzte in dieser Form gewesen sein. Anfangs dieses Jahres hat die Gemeinde, wie der ganze Kanton, auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 umgestellt, welches Konti nicht mehr derart detailliert darstellt.

Über den Rechnungsabschluss 2017 befinden die Wängemer Stimmbürger am 10. Juni an der Urne.

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