«Zonenkonformität unklar»

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Verfahren Die Einsprecher weisen den Vorwurf, sie spielten auf Zeit und würden das Biogas-Projekt letztlich verhindern wollen, zurück. «Wir verstehen die Polemik nicht», halten die Einsprecher in einer Stellungnahmen fest. Für sie stehen seit den Anfängen des Projektes im Jahr 2013 raum­planerische Fragen im Zentrum, die nicht genügend geklärt worden seien. «Wir haben von Beginn weg beantragt, dass das Bundesamt für Raumplanung zum Punkt der Zonenkonformität Stellung nimmt.» Doch weder die Bauherrschaft, noch das Thurgauer Baudepartment, noch das Verwaltungsgericht habe im Lauf des Einsprache- und Rekursverfahrens dem Antrag statt­geben wollen. Die Einsprecher stellen sich auf den Standpunkt, dass die geplante Biogas-Anlage in unmittelbarer Nähe zur sich ebenfalls in Planung befindenden Geothermie-Anlage eine eigentliche Energiezentrale darstelle, die nicht mehr so ohne weiteres in der Landwirtschaftszone erstellt werden könne.

Die Einsprecher werfen der Thurgauer Baudirektorin Carmen Haag zudem vor, dass sie in der Sache befangen sei und sie deshalb nicht über ihren Rekurs ­hätte entscheiden dürfen. Das Bundesgericht wies das Thurgauer Verwaltungsgericht in einem Ur­teil Anfang September an, diese Frage erneut zu prüfen, ohne sich zur Sache zu äussern. (hil)