Zivilschutz schwitzt für gute Sache

74 Zivilschützer sind am Montag zum fünftägigen Wiederholungskurs der Zivilschutzregion Rhy eingerückt. Sie arbeiten mit viel Muskelkraft und schweren Maschinen an gemeinnützigen Projekten.

Dieter Ritter
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Die Rutschbahn wird an einen weniger gefährlichen Ort versetzt. (Bilder: Dieter Ritter)

Die Rutschbahn wird an einen weniger gefährlichen Ort versetzt. (Bilder: Dieter Ritter)

Sie bauen zurzeit eine Brücke über den Schmittbach in Wagenhausen, reissen eine Mauer im Schützenhaus Diessenhofen ab und bauen einen Grillplatz am Niliweg in Eschenz. Unter der Leitung von Kommandant Major Christoph Krummenacher arbeiten die Zivilschützer mit viel Muskelkraft und schweren Maschinen an gemeinnützigen Projekten in den Gemeinden Diessenhofen, Schlattingen, Schlatt, Eschenz und Wagenhausen.

Die Arbeit leistet die Zivilschutzregion (ZSR) Rhy unentgeltlich. «Wir setzen die Pioniere nach Möglichkeit entsprechend ihrem Beruf ein», sagt Kommandant Krummenacher. Die neue Brücke über den Schmittbach in Wagenhausen zum Beispiel bauten die Zivilschützer unter der Leitung des Zimmermanns Patrick Lagger. Die Vorarbeiten für die Brücke und die Ufergestaltung übernahm eine lokale Baufirma. «Wir arbeiten dann mit Unternehmern aus der Gegend zusammen, wenn es zeitlich nicht möglich ist, in einem Wiederholungskurs ein Projekt abzuschliessen», erklärt Krummenacher.

Schweres Geschütz für Abriss

Für grössere Baustellen mietet der ZSR Rhy jeweils schwere Geräte. Beim Abriss der Schutzmauer des Schützenhauses Diessenhofen kam zum Beispiel ein 22-Tonnen-Bagger zum Einsatz. Die gewaltige Maschine war nötig, da die Betonmauer mit dicken Eisen armiert war. Das Schützenhaus wird heute von vier Künstlern als Atelier genutzt. Für die Einwohner von Eschenz baut der ZSR Rhy am Niliweg einen Grillplatz am Rheinufer, und der Spielplatz im Stadtgraben in Diessenhofen wird fast völlig neu aufgebaut. Er entsprach nicht mehr den neuesten Sicherheitsvorschriften.

Auftraggeber für die Bauprojekte sind die Gemeinden. Sie übernehmen die Kosten für Material und auch die Miete für die Maschinen. «Bevor eine Arbeit vergeben wird, machen wir mit dem Zivilschutz verbindlich ab, welche Kosten wir übernehmen», sagte Marcel Koradi, VizeGemeindeammann von Basadingen-Schlattingen.

Üben an schwerem Gerät

Dank Aufträgen der Gemeinden kann der Zivilschutz in der Praxis üben. Krummenacher fasst zusammen: «Es ist im Ernstfall mit vergleichbaren Aufgaben zu rechnen, zum Beispiel bei Katastrophen. Hier sehen die Angehörigen des Zivilschutzes einen Sinn in ihrer Arbeit. Das motiviert sie.»

Christoph Krummenacher Major und Kommandant der Zivilschutzregion Rhy

Christoph Krummenacher Major und Kommandant der Zivilschutzregion Rhy

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