Zigis, Unterhosen und PET-Flaschen

32 Schüler der Privatschule SBW waren vergangenen Donnerstag und Freitag in Frauenfeld auf Abfallsuche unterwegs. Ausgerüstet mit Leuchtwesten, Zangen, Abfallsäcken und Handschuhen leisteten sie Freiwilligenarbeit für den Clean-Up-Day.

Luisa Aeberhard
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Die Schüler der SBW sind stolz, dass sie so viel Abfall zusammengebracht haben. (Bild: Luisa Aeberhard)

Die Schüler der SBW sind stolz, dass sie so viel Abfall zusammengebracht haben. (Bild: Luisa Aeberhard)

FRAUENFELD. «Ziel ist, dass alle um 16 Uhr mit gefüllten Abfallsäcken wieder auf dem Werkhof stehen», fordert der Projektleiter vom Frauenfelder Werkhof, Andy Meile, die Schüler der Privatschule SBW, Haus des Lernens auf. Die Schüler sind in vier Gruppen zu jeweils acht Schülern aufgeteilt. «In kleinen Gruppen arbeiten die Schüler effektiver», sagt er.

Ran an die Säcke

Jeweils zwei Gruppen mit je einer Begleitung sammeln Abfall im gleichen Gebiet, unter anderem am Bahnhof, im Burstelpark, sowie am Waldrand vom Rüeger- und Galgenholz. Ausgerüstet mit Leuchtwesten, Zangen, Abfallsäcken und Handschuhen suchen sie am Donnerstag und Freitag nach Güsel.

Die Clean-Up-Aktion sei für Kinder und Lehrer eine wertvolle Erfahrung, sagt Lehrer Jan Lendenmann. Die Interessengemeinschaft für saubere Umwelt zeigte am Mittwoch in der Schule einen Film zum Thema Recycling und stimmte sie auf das Thema umweltbewusstes Verhalten ein.

Der Sack von Rebecca Schümperli ist gefüllt mit Bierdosen und PET-Flaschen. Reissnägel und eine Unterhose gehören hingegen eher zu Seltenheiten. Zigarettenstummel gebe es jedoch am meisten aufzunehmen. Dem stimmt Joel Huber zu. «Es ist schon verrückt, an der Bushaltestelle liegen so viele Zigarettenstummel auf dem Boden und der Aschenbecher daneben ist leer», sagt der Zwölfjährige. Die beiden sind motiviert, obwohl die Säcke heftig stinken. «Auch Passanten sind interessiert und loben unsere Freiwilligenarbeit», sagt Lehrerin Antoinette Samy.

Abfalltrennung ist zu aufwendig

Um 16 Uhr trudeln die Schüler auf dem Werkhof ein. Dann wird bestaunt, was an Güsel alles zusammengekommen ist. «Den Abfall von den zwei Tagen trennen wir nicht», sagt Andy Meile. Das wäre zu aufwendig. Der Abfall komme daher in Mulden mit einem Volumen von 26 Kubikmetern und wandere in die Kehrichtverbrennungsanlage in Weinfelden.

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