Ziel: Leuchtende Kinderaugen

Zum dritten Mal organisiert der EHC Frauenfeld einen Swiss Ice Hockey Day auf der Kunsteisbahn. Beinahe 100 Buben und Mädchen nutzen die Gelegenheit, mit ihren Idolen spielen zu dürfen. Dabei kommen nicht nur Pucks, sondern auch Tennisbälle, Ballone und Stühle zum Einsatz.

Thomas Ammann
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Ein grosser Augenblick: Junge Eishockey-Fans holen sich ein Autogramm von HC-Davos-Goalie Leonardo Genoni. (Bild: Reto Martin)

Ein grosser Augenblick: Junge Eishockey-Fans holen sich ein Autogramm von HC-Davos-Goalie Leonardo Genoni. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Starker Schweissgeruch breitet sich aus. Etwa 100 Kinder drängen sich in die kleine Eingangshalle des Frauenfelder Eishockeystadions. Rote Backen, nasse Haare und glänzende Augen. In Frauenfeld ist Swiss Ice Hockey Day.

Die verschwitzten Knaben und Mädchen haben sich zuvor rund eineinhalb Stunden auf der Kunsteisbahn getummelt. An sieben Posten können sie das Eishockeyspiel kennenlernen. Dabei wird nicht nur mit dem Puck gespielt. Tennisbälle und Luftballone sollen auch den Anfängern die Möglichkeit geben, sich mit dem Spiel vertraut zu machen. Die bereits etwas versierteren Kinder dribbeln um Stühle und Pylone, schiessen auf kleine und grosse Tore und versuchen sich im Spiel drei gegen drei.

Zeit für den Nachwuchs

Organisiert wird der Hockey-Tag, der zum dritten Mal stattfindet, von Robert Sdovc, seit vielen Jahren für den Nachwuchs des EHC Frauenfeld tätig. «Wir haben beinahe 100 Kinder in der Halle. Es sind einige mehr als letztes Jahr.» Der Swiss Ice Hockey Day findet nicht nur in Frauenfeld statt, sondern an verschiedenen Orten in der ganzen Schweiz, auch im Thurgau. Koordiniert wird der Anlass vom Schweizerischen Eishockeyverband. Dieser hat den Hockey-Day für alle Meisterschaften gesperrt, damit sich die Eishockeyspieler aus der NLA und NLB Zeit nehmen können.

Genoni, Bodenmann, Winkler

So sieht man nicht nur kurvende Kinder, sondern auch gestandene Eishockeyprofis wie den Schweizer Nationalspieler Simon Bodenmann, den Davoser Torhüter Leonardo Genoni oder HC-Thurgau-Urgestein Benjamin Winkler. Dem Nachwuchs soll vor allem Spass am Eishockey vermittelt werden. «Unser Ziel sind leuchtende Kinderaugen», so Sdovc.

Das Ziel erreichen die Organisatoren definitiv. Ein Knirps im Davos-Shirt jubelt, als er nach einem Dribbling ein Tor erzielt. Ein anderer im Dress des NHL-Stars Joe Thornton scheitert an Genoni, der sich ohne Ausrüstung ins Tor stellt – und ärgert sich. Die Profis nehmen sich noch Zeit für eine Autogrammstunde. Besonders beliebt ist Genoni. Als der Davoser aus der Garderobe tritt, wird er mit Sprechchören empfangen.

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