WWF kritisiert Rheintaler Bauern

Pestizide Der WWF hat vergangenes Jahr die Sicherheitsabstände von 121 Äckern im St. Galler Rheintal zwischen Au und Sevelen untersucht. Die Resultate sind «erschütternd», wie der WWF in einer Mitteilung schreibt.

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Pestizide Der WWF hat vergangenes Jahr die Sicherheitsabstände von 121 Äckern im St. Galler Rheintal zwischen Au und Sevelen untersucht. Die Resultate sind «erschütternd», wie der WWF in einer Mitteilung schreibt. In 43 Prozent der Fälle seien die gesetzlich festgelegten Abstände von Ackerflächen zu den Gewässern zu schmal gewesen, heisst es weiter. 11 Prozent wurden als schwere Verstösse klassiert, 14 Prozent als mittlere und 18 Prozent als leichte. Gemäss den Richtlinien zur Reduktion von Direktzahlungen müssten für diese Verstösse Bussen von 100 000 Franken verfügt werden, schreibt der WWF. Und: «Das Problem gilt bei den Behörden jedoch offensichtlich als verzeihbares Kavaliersdelikt und wird kaum geahndet.» Der WWF fordert deshalb eine gewässerfreundlichere Gesetzgebung, die strikte Einhaltung derselben und die kompromisslose Bestrafung fehlbarer Landwirte. (lom)