Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wundes Füdli im Wald

Südsicht
Olaf Kühne

Wo führt das noch hin? Nun müssen die Hinterthurgauer Revierförster gar die Thurgauer Regierungspräsidentin einspannen, um ihrem Unmut Geltung zu verschaffen. Immer mehr Freizeitaktivierte blochen mit dem E-Bike durch den Wald. Für Nichteingeweihte: E-Bikes sind diese komischen Velos mit Elektromotor, in denen Gutmenschen den ultimativen Beitrag zur Energiewende sehen, böse Zungen hingegen eher eine Rentnermassenvernichtungswaffe.

Schon auf der Strasse bewegen sich die Dinger zwischen Stuhl und Bank. Zu schnell für den Radstreifen und beim Rechtsabbiegen stets im toten Winkel des Autofahrers. Und nun stressen sie auch noch den Wald. Ernsthaft, liebe Hinterthurgauer? Mit dem Elektrovelo durchs Unterholz? Dabei sind Rehe – und Eichhörnchen sowieso – mindestens so herzig wie Pferde. Und Thurgauer Tierschützer sind derzeit äusserst sensibel.

Darum, liebe E-Biker, nehmt euch doch ein Vorbildam Aadorfer Oliver Bieri. Der fuhr mit seinem Rennvelo von Belgien nach Griechenland. 4136 Kilometer ganz ohne Elektromotor. Sein einziges Doping war eine Tube Ringelblumensalbe fürs wunde Füdli. Aber Hand aufs Herz, liebe E-Biker: Die braucht Ihr nach einer ausgedehnten Tour mit Reserveakku doch auch.

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.