Womenfield at its best

Murgspritzer

Samuel Koch
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«Die Welt zu Gast bei Freunden» lautete das Motto der Fussball-WM 2006 in Deutschland. Ob das Turnier damals durch Korruption an Land gezogen wurde oder nicht, bleibt hier mal dahingestellt und der Juristerei überlassen. Vielmehr müsste aber der Spruch justiert werden in «Die Welt zu Gast in Frauenfeld». Quasi ein neuer Werbeslogan für das Amt für Stadtentwicklung und Standortförderung.

Aus aller Welt strömen sie an die Murg. Aus China schauten letzthin die neuen Besitzer der Flaschenherstellerin Sigg vorbei, aus Südkorea eine grössere Delegation von Bildungsfachleuten. Noch wenige Wochen, dann hüpfen in der Grossen Allmend weltbekannte Hipp-Hopper aus den USA, Australien und ganz Europa über die Open-Air-Bühnen – von den x-tausenden Besuchern auf dem Festivalgelände mal abgesehen. Im August, sofern dann eine definitive Bewilligung vorliegt, springen die weltbesten Motocrossfahrer vom ganzen Globus über die Hügel etwas westlich der Stadt. Und wenn dann noch «The Beachhouse» in der Kleinen Allmend zu Stande kommt, springen heisse Brasilianerinnen und durchtrainierte Italos im Frauenfelder Sand herum.

Wohlverstanden schliesst «Die Welt zu Gast in Frauenfeld» auch Besucher aus der Schweiz nicht aus. Ob zukünftig alle Jasser beim «Donnschtig-Jass», Velofahrer bei den Tour-de-Suisse-Etappen oder alle Militärs, Frauenfeld heisst sie alle willkommen. Und sollten ausländische Gäste von ennet der Landesgrenzen den Werbespruch nicht verstehen, ändert die Stadt den neuen Imagefilm «Frauenfeld verbindet» einfach um und tauft ihn neu «Womenfield at its best – Frauenfeld von seiner besten Seite».

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

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