Wohlklang mit fünf Blechbläsern

Am Samstag konzertierte das 05-Brassquartett im Singsaal der Kanti Frauenfeld – mit einem sehr ambitionierten Programm.

Dominique Garbauer
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FRAUENFELD. Das Quintett, bestehend aus Posaune, Waldhorn, Tuba und zwei Trompeten, bot ein äusserst abwechslungsreiches Konzert mit ganz unterschiedlichen Werken. Mit viel Gefühl und Dynamik interpretierten die fünf Musiker, darunter der Frauenfelder Andreas Signer, zum Beispiel die Ouvertüren aus Giuseppe Verdis «Die Macht des Schicksals» oder der Oper «Der Freischütz» von Carl Maria von Weber.

Volkslied sorgt für Gänsehaut

Auch um ruhigere Momente waren die Musiker besorgt, etwa mit dem Schweizer Volkslied «S'isch äbe e Mönsch uf Erde», das für Gänsehaut sorgte. Aufgelockert wurde das Ganze immer wieder durch die Ansagen von Marcel Schöni, dem Tubisten des Ostschweizer Ensembles. Er verstand es, humorvoll und informativ durch das Programm zu führen.

Während im ersten Teil des Konzerts vor allem ernstere und technisch anspruchsvolle Stücke das Programm bestimmten, entführten die Musiker das Publikum im zweiten Teil in die Welt von Swing und Rock'n'Roll.

Posaunist als Elvis Presley

Da war zum einen der «Black Bottom Stomp», ein Stück von Jelly Roll Morton sowie ein Tanzstil aus dem New Yorker Stadtteil Harlem, erfunden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Musiker spielten mit viel Energie, auch ein bisschen Dreck im Ton durfte nicht fehlen, ebenso bei «Caravan», einem Stück mit viel südamerikanischem Flair.

Zum Ende des Konzerts hin bewies Posaunist Signer, verkleidet als Elvis Presley, dass der King of Rock'n'Roll eben doch noch lebt. Daneben durfte auch ein wenig Spass auf der Bühne nicht fehlen, setzte sich doch Tubist Schöni für die Zugabe eine Kuckucksuhr auf den Kopf und imitierte dessen Ruf.