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Wo die Hasen tanzen

Der Ostertanz feiert sein 25-Jahr-Jubiläum und mit ihm rund 1000 Besucher. Hier gibts fehlende Kavaliere und schüchterne Toggenburger.
Karin Acquaro
Nadja Högger, 18, Stephanie Baumgartner und Cassandra Lemmenmeier warten noch auf den perfekten Gentleman.

Nadja Högger, 18, Stephanie Baumgartner und Cassandra Lemmenmeier warten noch auf den perfekten Gentleman.

Karin Acquaro

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Vor 25 Jahren hat der Kassier des Männerturnvereins Hörhausen in die eigene Tasche gegriffen und somit den Beginn eines legendären Festes markiert. Mittlerweise hat sich der Ostertanz nicht nur zum beliebtesten Anlass des TV Hörhausens gemausert, sondern gilt auch als wichtigste Einnahmequelle des Turnvereins. «Nun braucht es bloss einen Anlass im Jahr, um sämtliche Wettkampfgelder und Turnreisen zu bestreiten», berichten Elmar Germann und Tim Hochstrasser des OK-Teams.

Acht aktive Turner, 67 Helfer, zwei befreundete Damenturnvereine und viele Freiwillige unterstützen die Organisatoren beim Fest. Während der Anlass im vergangenen Vierteljahrhundert gewachsen ist, blieb das Publikum konstant zwischen 18 und 35 Jahren alt. DJ Zone aus Bütschwil konnte sich am vergangenen Montagmorgen den unterschiedlichen Musikwünschen der rund tausend Gäste anpassen.

Der Herausforderung des Tanzverbots über die Ostertage im Thurgau kann der autonome Turnverein Hörhausen durchaus Positives abgewinnen. Um 23 Uhr ist Einlass und Punkt 24 Uhr startet die Party. Kein offizieller Sicherheitsdienst, alle Helfer und 15 Interne schauen dazu, dass die Jugend Freude am Tanzen und Feiern hat, aber friedlich ist. Die Akzeptanz im Dorf ist gross, viele Einwohner sind schon damit aufgewachsen, und es werden grosszügig Parkplätze zur Verfügung gestellt.

Auffordern oder Antanzen

Auch wenn der Musikstil sich in den vergangenen 25 Jahren verändert hat, steht das Tanzen und gemeinsame Feiern noch im Mittelpunkt der Party. Kevin Stillhard (25) aus Bütschwil ist hier, um neue Leute kennen zu lernen, er findet es sympathisch, von einer Frau angetanzt zu werden, «das Ganze ist offener so». Martin Bernet (23, Dietfurt), fordert lieber im Toggenburg eine Frau zum Tanz auf «als im Thurgau, wo er niemanden kennt». Auch Nadja Högger (18, Schönholzerswilen) ist die Party von Freunden empfohlen worden. Sie findet es einfacher angetanzt,als aufgefordert zu werden.

Stephanie Baumgartner (18, Neukirch an der Thur) tanzt keine Typen an. Sie freut sich an der coolen Stimmung und den Leuten. Cassandra Lemmenmeier (19, Schönholzerswilen) hingegen will angetanzt werden, schliesst aber eine Aufforderung nicht aus. «Leider gibt es nicht so viele Gentlemen, es wäre ein Pluspunkt, wenn sie es tun würden.»

Weitere Bilder auf www.tgplus.ch

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