Wittwer befürchtete finanzielle Notlage

Die Wiler Chefärztin, die vom Kreisgericht wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde, ist weiter am Spital tätig (Ausgaben vom 15. und 16. August). Margrit Kessler, die St. Galler Patientenschützerin findet das in Ordnung. Wichtig sei, dass der Chefärztin eine Fachperson zur Seite gestellt wurde.

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Die Wiler Chefärztin, die vom Kreisgericht wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde, ist weiter am Spital tätig (Ausgaben vom 15. und 16. August). Margrit Kessler, die St. Galler Patientenschützerin findet das in Ordnung. Wichtig sei, dass der Chefärztin eine Fachperson zur Seite gestellt wurde.

Was ist in diesem Fall aus Sicht Kesslers schiefgelaufen? Der Ehemann der verstorbenen Patientin hatte Kessler aus einer finanziellen Notlage heraus angefragt. Fast zwei Jahre nach dem Tod der Gattin war die Finanzierung der Familienhilfe unklar. Eine private Institution sprang ein, doch der Witwer musste befürchten, bald alleine mit sieben Kindern und dem Hof dazustehen. Sein Anwalt habe den Witwer sehr gut vertreten, sagt Kessler. Man habe die haftpflichtrechtlichen Folgen vor der Gerichtsverhandlung regeln können. Der Wittwer habe ihr bestätigt, dass die Abfindungssumme für ihn «in Ordnung» sei. (rw)