Wittenwil heizt auch mit Holz

Die Energiestadt Aadorf verfügt über zwei grössere Fernwärmenetze von Firmen. Weniger bekannt ist eine Wittenwiler Privatinitiative.

Kurt Lichtensteiger
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Emil Schmid mit Tochter und Walter und Doris Ammann vor dem Ofen mit Feinstaubfilter. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Emil Schmid mit Tochter und Walter und Doris Ammann vor dem Ofen mit Feinstaubfilter. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

WITTENWIL. Walter und Doris Ammann haben viel Herzblut in ihr Projekt investiert, das vor drei Jahren seinen Anfang nahm. «Nicht nur das, sondern auch viel Arbeit und nicht zuletzt eine nicht ganz risikolose Investition von rund einer halben Million Franken», sagen die beiden.

Die weitsichtige Planung und Durchführung scheinen sich gelohnt zu haben, betrachtet man den heutigen Stand: Ihre Fernwärmeheizung beliefert rund einen Drittel an Heizkraft in der unteren Dorfhälfte von Wittenwil, so auch für das Schloss und das Schulhaus. Im Ganzen sind es rund 40 Wohneinheiten, die ans Fernwärmenetz angeschlossen sind oder nächstens noch dazu kommen. «Die Holzschnitzel ersetzten im letzten Winter rund 50 000 Liter Heizöl», sagt Walter Ammann.

Zu den zufriedenen Kunden zählt auch Emil Schmid, der vor sieben Jahren von Oberbertschikon hierher gezogen ist. «Ich habe nichts mehr zu tun, alles läuft vollautomatisch, kein Kaminfeger, keine Zusatzkosten. Zudem habe ich mehr Platz gewonnen, weil der ehemalige Heizraum als Waschküche dient und der Tank- zum Vorratsraum geworden ist», sagt der Vater von Zwillingen.

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