Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WIRTSCHAFT: Die Fusion ist schon fast perfekt

Die Generalversammlungen der Raiffeisenbanken Dussnang-Fischingen und Sirnach genehmigten den Zusammenschluss zur «Raiffeisenbank Regio Sirnach». Der Entscheid der dritten Partnerbank steht noch aus.
Peter Küpfer
Grünes Ja-Meer für die Fusion bei Raiffeisen Dussnang-Fischingen.

Grünes Ja-Meer für die Fusion bei Raiffeisen Dussnang-Fischingen.

Peter Küpfer

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Die Abstimmungen zum Fusionsvorschlag ihrer Verwaltungen waren bei den ordentlichen Generalversammlungen vom Wochenende das jeweilige Kerngeschäft. Sie waren mit Spannung erwartet worden. Am Freitagabend füllten die Stimmberechtigten der Raiffeisenbank Dussnang-Fischingen die Hörnlihalle in Oberwangen bis auf den letzten Platz. Und am Samstagabend reichte der Raum im vollbesetzten Gemeindezentrum Dreitannen in Sirnach nicht aus: Einige Teilnehmende mussten mit Plätzen im daneben liegenden Pfarreizentrum vorliebnehmen. Um das Resultat vorwegzunehmen: Es war in beiden Versammlungen ein überwältigendes Ja zur Fusion und damit zur neuen «Raiffeisen Regio Sirnach».

An den beiden ordentlichen Generalversammlungen vom Wochenende betonten die jeweiligen Verwaltungsratspräsidenten, Markus Bürgi (Dussnang-Fischingen) und Rudolf Brunschweiler (Sirnach), ihre schon im Vorfeld der Abstimmung abgegebenen Versicherungen: Auch wenn der Hauptsitz der fusionierten Bank in Sirnach sein wird, werden die Standorte in Dussnang und Rickenbach als gleichberechtigte Geschäftsstellen mit einem vollumfänglichen Beratungsangebot weitergeführt. Die Fusion führt zu keinen Entlassungen. Und die Kundinnen und Kunden dürfen auch nach der Fusion den gewohnten kundennahen und persönlichen Service der Bank erwarten.

Kontrollierte Emotionen in der Hörnlihalle

Die Raiffeisenbank Dussnang-Fischingen ist eine der ältesten der Schweiz. Letztes Jahr feierte sie mit beträchtlichem Aufwand ihr 100-jähriges Bestehen. Die diesjährige 101. Hauptversammlung vom Freitag wird wohl ebenfalls in die Bankgeschichte eingehen. Den Gesichtern von Markus Bürgi, Verwaltungsratspräsident, sowie von Roman Kaiser, dem langjährigen Vorsitzenden der Bankleitung, waren die Emotionen trotz professioneller Kontrolle zeitweilig ins Gesicht geschrieben: Freude über den trotz schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen im Schweizer Bankenwesen erfolgreichen Abschluss des Vorjahres, Ärger über den Fall Pierin Vincenz und, dies vor allem: Hoffnung auf einen positiven Entscheid der 347 anwesenden stimmberechtigten Genossenschafterinnen und Genossenschafter zur geplanten Fusion als neue «Raiffeisenbank Regio Sirnach».

Ja in Sirnach noch übertroffen

Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht. Bei der Abstimmung über die geplante Fusion erhob sich für das Ja ein grünes Meer von in die Höhe gehobenen Stimmausweisen. Von den 341 abgegebenen Stimmen sprachen sich 320 für ein Ja zur Fusion aus, an die 100 Stimmen mehr als die von den Statuten geforderte Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten. Für das Nein zur Fusion optierten 21 Stimmberechtigte. Markus Bürgi zeigte sich denn auch höchst befriedigt und dankbar für das klare Resultat, das er auch als Vertrauensbeweis für den eingeschlagenen Weg interpretierte.

Tags darauf, am Samstagabend, wurde dieses Resultat in Sirnach noch übertroffen. Von den 405 Stimmberechtigten sprachen sich deren 397 für ein Ja zur Fusion aus, bei acht Neinstimmen. Rudolf Brunschweiler zeigte sich tief befriedigt über das Resultat. «Einen klar positiven Ausgang durften wir erwarten», sagte Brunschweiler nach der Abstimmung im Gespräch gegenüber dieser Zeitung. «Aber ein derart überwältigendes Resultat hätte ich nicht zu prognostizieren gewagt.»

Wie es Markus Bürgi am Vortag schon zum Ausdruck brachte, sah auch Brunschweiler diesen klaren Entscheid als Resultat der gemeinsam erbrachten ausserordentlichen Anstrengungen des gesamten Mitarbeiterstabs und Teams, bei dem sich beide mit Nachdruck bedankten. Der Entscheid der dritten Partnerbank, der Raiffeisenbank Rickenbach-Wilen, fällt am kommenden Wochenende.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.