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Wirtewechsel bei Schützen

Der neue Wirt der Schützenstube im Schollenholz in Frauenfeld will das Restaurant wiederbeleben. Auf der Schützen-Tafel in der Gaststube verewigen sich Schützen seit 1592.
Christine Luley
Roger Gremlich kocht gemeinsam mit seinem Nachfolger Pascal Stampfli in der Schützenstube. (Bild: Christine Luley)

Roger Gremlich kocht gemeinsam mit seinem Nachfolger Pascal Stampfli in der Schützenstube. (Bild: Christine Luley)

FRAUENFELD. Fliessender Übergang in der Frauenfelder Schützenstube: «Ustrinkete bim Roger, Aatrinkete bim Pascal» verkündete ein Flyer. Am 1. März hat Pascal Stampfli das Zepter übernommen. Bisher beschränkten sich die Öffnungszeiten mehrheitlich auf den Schiessbetrieb. Neu hat die Schützenstube an fünf Tagen von 10 bis 23 Uhr geöffnet. «Am Montag ist Ruhetag», sagt der neue Wirt. Stampfli kocht mit frischen und regionalen Produkten «gutbürgerlich». Die aktuellen Menus sind im Internet abrufbar. Der gebürtige Zürcher verwendet für den Klassiker Zürcher Geschnetzeltes Kalbfleisch und serviert Butterrösti dazu.

Eine Allergie gegen einen Lebensmittelzusatzstoff veranlasste Stampfli nach seiner Kochlehre zu einer Ausbildung im Verkauf und Detailhandel. Nach der erfolgreichen medizinischen Behandlung kehrte er wieder an den Herd zurück und arbeitete in verschiedenen Betrieben als Koch und Geschäftsführer.

Bekanntlich hat es die Gastronomie schwer, doch der nach Frauenfeld gezogene Stampfli ist voller Optimismus und will beweisen: «Man kann in der Schützenstube gut essen.» Der bisherige Wirt Roger Gremlich hat drei Jahre «durchgehalten», für den Treuhänder war das Wirten ein Hobby.

Hauch der alten Zeit

Das Schiesssportzentrum Schollenholz gehört der Stadtschützengesellschaft Frauenfeld. Sie ist auch Besitzerin des Geländes inklusive Wald rund um die Anlage. Die Frauenfelder Stadtschützen wurden 1523 gegründet und sind wohl die älteste Schützengesellschaft im Kanton. Ab wann sich die Büchsenschützen im eigenen Schützenhaus verpflegen konnten, ist nicht bekannt. Es ist anzunehmen, dass seit jeher nach dem Schiessen ein Umtrunk und Austausch über die erreichten oder verpassten Resultate dazugehörte.

Der Gaststube im Schollenholz mit dem rustikalen Ambiente fehlt es nicht an Tradition. Auf den Schützen-Tafeln haben sich die Vereinsmitglieder seit 1592 mit ihren Namen und Familienwappen verewigt.

Mehr Spielraum für den Wirt

«Das Schützenhaus mit seiner einfachen Trinkstube war ein wichtiger Punkt des geselligen Lebens», erklärt der Ehrenobmann Peter Vetsch. Damals sei ein «Kredenzer» für den Betrieb der Trinkstube zuständig gewesen. Er wurde für drei Jahre gewählt, mit klar definierten Aufgaben und Pflichten. Der heutige Wirt hat mehr Spielraum. Bleibt zu hoffen, dass sich die 200 Mitglieder der Stadtschützen in ihrer Pächterwahl bestätigt sehen und die Schützenstube fleissig besuchen und dass Vereine und Bevölkerung den Weg ins Schollenholz finden.

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