Wirkungsgrad festlegen

frauenfeld. Im Juni 2010 haben die eidgenössischen Räte das CO2-Gesetz angepasst und damit die Kompensationspflicht für die CO2-Emissionen von fossil-thermischen Kraftwerken im Gesetz verankert.

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frauenfeld. Im Juni 2010 haben die eidgenössischen Räte das CO2-Gesetz angepasst und damit die Kompensationspflicht für die CO2-Emissionen von fossil-thermischen Kraftwerken im Gesetz verankert. Im Entwurf zur zugehörigen CO2-Kompensationsverordnung schlägt der Bund einen minimalen Wirkungsgrad für fossil-thermische Kraftwerke von 62 Prozent vor. Über diesen Wirkungsgrad sollen die Betreiber fossil-thermischer Kraftwerke dazu verpflichtet werden, wesentliche Teile der Abwärme zu nutzen.

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hält diesen Wirkungsgrad für nicht sehr hoch, sieht ihn aber als praxisgerecht an, um genügend Orte für die Nutzung der Abwärme zu finden.

Dafür spricht sich die Thurgauer Regierung in ihrer Vernehmlassungsantwort dagegen aus, dass Ausnahmen mit tieferem Wirkungsgrad bewilligt werden sollen.

Der Regierungsrat ist der Ansicht, dass alle Kraftwerkbetreiber gleichermassen dazu beitragen sollen, den CO2-Ausstoss in der Schweiz zu mindern. Deshalb unterstützt die Thurgauer Regierung die Variante der Verordnung, die keine Ausnahmen vorsieht. (red.)