«Wird die Progression nun abgeschafft?»

Antwort: Nicht ganz. Indirekt bleibt bei den Staats- und Gemeindesteuern trotz des Einheitssteuersatzes eine Progression bestehen. Während einer zweijährigen Übergangsfrist gilt für höhere Einkommen noch ein höherer Satz von acht Prozent.

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Antwort: Nicht ganz. Indirekt bleibt bei den Staats- und Gemeindesteuern trotz des Einheitssteuersatzes eine Progression bestehen. Während einer zweijährigen Übergangsfrist gilt für höhere Einkommen noch ein höherer Satz von acht Prozent. Aber auch ab 2012 bleibt ein Rest von Progression bestehen. Denn die Flat-Rate von sechs Prozent wird erst auf das Einkommen angewendet, nachdem davon ein Sozial- und ein tarifarischer Abzug abgezogen wurden.

So müssen einerseits diejenigen, die weniger verdienen als die Abzüge hoch sind – der Sozialabzug beträgt 13 000 Franken für Alleinstehende und 26 000 für Ehepaare, der tarifarische Abzug 5400 Franken – gar keine Steuern mehr bezahlen. Von diesem tatsächlichen Steuersatz von null Prozent aus steigt so der Steuersatz langsam an. Die Abzüge werden zudem mit Höhe der Einkommen stufenweise reduziert.

Ab einem Einkommen von 310 000 Franken bei Verheirateten und 155 000 bei den übrigen Steuerpflichtigen fallen diese Abzüge schliesslich ganz weg. Von da an gilt der Einheitssatz für den ganzen Verdienst – abgeschafft wird die Steuerprogression also nur für die hohen Einkommen. (ken)

Fragen über Fragen zur Flat Rate Tax, über die am 27. September abgestimmt wird. Die Redaktion hat sich die wichtigsten Fragen selber gestellt und beantwortet.