«Wir machen weiter nach Plan»

Regierungsratspräsidentin und Erziehungsdirektorin Monika Knill war gegen die Initiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule». Die SVP-Politikerin setzte sich für den Lehrplan 21 ein. Monika Knill, wie sieht Ihre Gefühlslage im Moment aus?

Larissa Flammer
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Monika Knill Regierungsrätin (Bild: Reto Martin)

Monika Knill Regierungsrätin (Bild: Reto Martin)

Regierungsratspräsidentin und Erziehungsdirektorin Monika Knill war gegen die Initiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule». Die SVP-Politikerin setzte sich für den Lehrplan 21 ein.

Monika Knill, wie sieht Ihre Gefühlslage im Moment aus?

Ich bin sehr glücklich, erleichtert und sehr dankbar.

Dankbar gegenüber wem und für was?

Gegenüber dem Stimmvolk. Das deutliche Ergebnis war ein wichtiges Signal, dass die Leute dem bisherigen System vertrauen. Dass sie keinen Grund sehen, das Steuerrad herumzureissen und die Kompetenzen zu verschieben. Es zeigt auch das grosse Vertrauen gegenüber den Lehrpersonen, die letzten Endes die Schule prägen und ausmachen.

Was hat zu dem deutlichen Entscheid geführt?

Die Debatte drehte sich vor allem um den Lehrplan. Das Ergebnis ist ein Signal, dass die Stimmbürger keinen Vorbehalt haben, dass die Volksschule nach 20 Jahren wieder fit für die Zukunft gemacht wird.

Haben Sie dieses Ergebnis erwartet?

Nein, so deutlich nicht. Ich habe auf einen schönen Nein-Anteil gehofft. So ist das Resultat umso erfreulicher.

Wie geht es jetzt weiter?

Weiter nach Plan. Die Abstimmung hat nichts geändert. Ab Sommer 2017 wird der neue Lehrplan eingeführt. Wir werden uns dafür vier Jahre Zeit nehmen, denn dafür kann man nicht einfach einen Schalter klicken.

Wie viel Arbeit hat Ihnen die Initiative bereitet?

Es war ein Zusatzaufwand. Das ist aber legitim.

Nehmen Sie aus dem Abstimmungskampf auch etwas mit?

Es gab einzelne sehr wertvolle Diskussionen. Und es war eine Chance, interessierten Stimmbürgern einen Einblick in die Schule von heute zu geben. Viele glauben zu wissen, wie man guten Unterricht macht. Das ist schön und gut. Vor allem die Bildungsverbände konnten jetzt einen Einblick in die aktuellen Herausforderungen geben.