«Wir können uns nicht beklagen»

Nachgefragt

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Gewalt im Alter: Jede fünfte Person über 65 wurde schon zum Opfer. (Bild: Chris Mandfield)

Gewalt im Alter: Jede fünfte Person über 65 wurde schon zum Opfer. (Bild: Chris Mandfield)

Vergangenen Sonntag fand das Finale der Europameisterschaft im Frauenfussball statt. Die Niederlande siegten. Die Schweizer Nati hingegen schied noch vor dem Viertelfinal aus. Trotzdem scheint die Euphorie für Frauenfussball in der Schweiz gross zu sein. Im Kurzinterview erzählt Nadja Stricker, Koordinatorin der Juniorinnenabteilung des FC Münchwilen, vom Einfluss des Turniers auf ihren Verein.

Nadja Stricker, hatte die Frauen-EM einen Einfluss auf den Zuwachs in Ihrem Verein?

Beim FC Münchwilen ist die Juniorinnenabteilung in den vergangenen Monaten ohnehin sehr stark gewachsen. Alleine in dieser Woche haben wir die Meldung von rund zehn Mädchen aus der Region erhalten, die neu bei uns Fussball spielen möchten. Bereits nach einem Schnuppertraining im Juni konnten wir etwa zehn Neuanmeldungen in allen Altersklassen verzeichnen. Nun spielen über 70 Frauen und Mädchen in Münchwilen Fussball. Die EM hat diese Entwicklung sicher mit beeinflusst.

Denken Sie, dass die Euphorie grösser gewesen wäre, wenn die Schweizerinnen an der EM weitergekommen wären?

Das ist durchaus möglich. Österreich, das an der EM überraschend weit gekommen ist, hat bestimmt eine grosse Begeisterung ausgelöst. Aber wir können uns auch nicht beklagen. Der Frauen- und Mädchenfussball hat Volleyball als grösste Teamsportart in der Schweiz abgelöst.

Frauenfussball wird also allgemein beliebter. Was tut der FC Münchwilen für seinen Zuwachs?

Der FC Münchwilen stellt ideale Infrastrukturen mit gut ausgebildeten Trainerinnen und Trainern zur Verfügung. Zudem wird bei uns Wert auf die Öffentlichkeitsarbeit gelegt. (mid)