«Wir haben eine der schnellsten Bahnen der Welt»

Nachgefragt

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Einfach der Schnellste: Der Thurgauer Rollstuhl-Leichtathlet Marcel Hug ist nicht zu stoppen. Der zweifache Paralympics-Sieger verbesserte bei Weltklasse am See am Wochenende in Arbon seinen eigenen, vor sieben Jahren ebenfalls in Arbon aufgestellten Weltrekord über 10000 Meter um fünf Sekunden.

Marcel Hug, wie geht es Ihnen nach dem erfolgreichen Marathon-April mit den Siegen in Boston und Seoul und dem zweiten Rang in London?

Ich fühle mich sehr gut und ich bin wirklich auch sehr zufrieden mit meinen Leistungen in den drei Marathons. Nach dem Sieg in Seoul habe ich das Training zur Vorbereitung auf die Schweizer Meisterschaft dann auch gleich auf die Bahn umgestellt.

Ist die Umstellung des Trainings auf die Bahn eine Herausforderung?

Es braucht jeweils schon ein ­Momentchen, bis man sich daran gewöhnt hat. Die Bahn hat einen anderen Belag, und es ist deshalb dafür eine andere Art des ­Trainings notwendig. Das heisst konkret kürzere und intensivere Abläufe. Die Umstellung nimmt Zeit in Anspruch, doch nun fühle ich mich wieder gut auf der Bahn. Ich habe mich sehr auf die Wettkämpfe in Arbon gefreut.

Wie haben Sie vor dem Heimanlass Ihre Gewinnchancen eingeschätzt?

Ich war zuversichtlich, gleich­zeitig wusste ich aber, dass ich noch nicht in Topform bin. Es ist noch schwierig abzuschätzen, wo ich leistungsmässig stehe. Da habe ich jetzt ein paar Anhaltspunkte bekommen. Grundsätzlich möchte ich immer um die Podestplätze und um den Sieg fahren.

Im Juli stehen die Welt­meisterschaften in London an. Sind die Leistungen von diesem Wochenende in Arbon dafür wegweisend?

Arbon war für mich ein erster Test. Ich wusste zuvor noch nicht, wo die anderen Sportler leistungsmässig stehen. Arbon ist eine sehr schnelle Bahn und hat deshalb ein gutes Bild für meine weitere Vorbereitung abgegeben.

Was verbinden Sie damit, in Arbon als Thurgauer für die Schweizer Meisterschaft zu starten?

Es ist sehr speziell, besonders vor heimischem Publikum zu fahren. Es kommen mehr Zuschauer, die mich anfeuern, auch meine Familie war anwesend in Arbon. Ich spüre auch, dass man mich im Thurgau kennt und schätzt. Und ich bin stolz darauf, dass wir im Thurgau eine der schnellsten Bahnen der Welt haben, deshalb kamen auch Fahrer aus der ganzen Welt dieses Wochenende nach Arbon. (lug)

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