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«Wir dachten, Kufstein liege in Bayern»

Kommen Kufsteiner nach Frauenfeld, so finden sie im «Falken» ein neues Kufsteinerstüberl vor. Bei der gestrigen Eröffnung durch den Städtepartnerschaft-Förderverein war viel Prominenz zugegen. Alt Stadtammann Hans Bachofner glänzte mit Anekdoten.
Mathias Frei
In dieser gemütlichen Ecke lässt's sich gut zuprosten: Alt Stadtammann Carlo Parolari, Grossratspräsident Max Arnold, Förderverein-Präsident Kurt Sieber, Gemeinderatspräsidentin Eveline Buff, alt Stadtammann Hans Bachofner und der aktuelle Stadtpräsident Anders Stokholm. (Bild: Reto Martin)

In dieser gemütlichen Ecke lässt's sich gut zuprosten: Alt Stadtammann Carlo Parolari, Grossratspräsident Max Arnold, Förderverein-Präsident Kurt Sieber, Gemeinderatspräsidentin Eveline Buff, alt Stadtammann Hans Bachofner und der aktuelle Stadtpräsident Anders Stokholm. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Alt Stadtammann Hans Bachofner hat die Lacher auf seiner Seite, als er sich den Anfängen der Frauenfelder Städtepartnerschaft mit Kufstein besinnt. Zur gestrigen Eröffnung des neuen Kufsteinerstüberl im «Falken» hat sich viel Politprominenz eingefunden. Eingeladen hat der kürzlich gegründete Städtepartnerschaft-Förderverein um alt Gemeinderatspräsident Kurt Sieber und alt Präsidialamtschef Hans Brunschweiler. Nebst Bachofner geben sich seine Nachfolger Carlo Parolari und Anders Stokholm die Ehre, die höchste Frauenfelderin Eveline Buff fehlt ebenso wenig wie der höchste Thurgauer Max Arnold. Sie alle zieht Bachofner in seinen Bann.

«Wir dachten anfangs, Kufstein liege in Bayern»: Das sei Bachofners erste Reaktion gewesen, als ihm Albert Fehr von der Stadtmusik 1984 von der Frauenfelder Patenschaft für Kufstein nach dem Zweiten Weltkrieg erzählte. 1985 lud die Stadtmusik dann die Stadtkapelle zum Konzert nach Frauenfeld. «Die Freie Strasse wurde damals auch ohne Begegnungszone zum Festplatz», meint Bachofner schmunzelnd. Und abends war in der Festhütte Tiroler Abend angesagt. Kufsteins damaliger Bürgermeister Siegfried Dillersberger sei sich so viel Festen nicht gewohnt gewesen. Über hundertmal sei er seither «draussen» gewesen, sagt Bachofner.

Schöne Feste im alten Stüberl

Die schönen Stunden voller Gemütlichkeit mit den Freunden aus Kufstein sollen nun wieder aufleben – dem Kufsteinerstüblerl sei Dank. Die damalige Wirtin der «Linde», Trudi Wagner, hatte 1998 das erste Frauenfelder Kufsteinerstüberl eingerichtet. «Wir haben dort schöne Festli gefeiert», erzählt sie am Telefon. Heute wohnt sie in Luzern, ihr geht es gesundheitlich schlecht. «Ich hätte gerne noch zehn Jahre länger gewirtet», sagt sie. Aber der Gesundheit zuliebe musste sie das Wirten 2002 aufgeben. Der grösste Teil der Kufsteiner Erinnerungsstücke wanderte in einen Kulturgüter-Schutzraum der Stadt. In der leeren «Linde» hängt nur noch ein Original der Partnerschaftsurkunde von 1988. «Die Urkunde werden wir bei Gelegenheit dem Förderverein übergeben», sagt Kaff-Präsident David Nägeli. Die Kaff-Kulturveranstalter hatten die «Linde» eine Zeit lang als Konzertlokal zwischengenutzt.

Es gibt Bier und Schnitzel

Schmuck sieht das neue Kufsteinerstüberl im «Falken» aus. An der Wand hängen ein alter Stutzen der Kufsteiner Haubitzenmannschaft und die Kufsteiner Festung in Holz, die Tische in dieser Ecke zieren rotweissrote Fähnli. Falken-Wirt Dirk Varga hat die Speisekarte um Kufsteiner Spezialitäten erweitert, Tiroler Schinkenröllchen, Schweinsbraten an Spinatknödeln oder eingelegte Zwetschgen. «Wir werden auch österreichische Biere und Schweine anbieten.»

«Möge das neue Kufsteinerstüberl dazu beitragen, dass der Kontakt wieder intensiviert werde», sagt Hans Brunschweiler, Vizepräsident des Fördervereins. An dieser Zukunft der Städtefreundschaft will auch Stadtpräsident Anders Stokholm mitwirken: «Kufstein ist im September an das Frauenfelder Mitenandfest eingeladen.» Aber zuerst geht's für eine Frauenfelder Delegation kommendes Wochenende ans Kufsteiner Kaiserfest.

An der Wand hängt ein Original der Partnerschaftsurkunde: Kaff-Präsident David Nägeli im alten Kufsteinerstüberl in der «Linde». (Bild: Mathias Frei)

An der Wand hängt ein Original der Partnerschaftsurkunde: Kaff-Präsident David Nägeli im alten Kufsteinerstüberl in der «Linde». (Bild: Mathias Frei)

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