Winterthur schlägt retour

Der 82. Frauenfelder Waffenlauf geht in die Geschichte ein. Welche Stadt kann schon behaupten, dass bei ihrem Waffenlauf offiziell ein Mörder am Start gewesen ist?

Samuel Koch
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Der 82. Frauenfelder Waffenlauf geht in die Geschichte ein. Welche Stadt kann schon behaupten, dass bei ihrem Waffenlauf offiziell ein Mörder am Start gewesen ist?

Zu den SRF-Dreharbeiten für den Schweizer Film «Der Läufer» gesellten sich nebst den über 2400 angemeldeten Läuferinnen und Läufern auch viele Frauenfelder Statisten. Ganz nach der Devise: «Dann komm ich mal im Fernsehen – wenn sie mich am Schnittplatz nicht noch herausschneiden.»

Für den Marathon über 42,192 Kilometer haben sich 545 Läufer ihre Flinte auf den Rücken gebunden. Der Sieg ging aber nicht an einen Lokalmatadoren. Stattdessen lief ein Winterthurer mit einer Zeit von zwei Stunden und 54 Minuten als Schnellster über die Ziellinie – ausgerechnet einer aus der westlichen Nachbarstadt.

Da opfern sich die Eulachstädter für uns, baden unsere Wärmering-Affäre aus und übernehmen unseren stinkenden Grünabfall. Und plötzlich schlägt Winterthur zurück, ohne gross auf dem Radar der Öffentlichkeit zu erscheinen.

Da hilft nicht einmal, dass auch Stadtpräsident Anders Stokholm nach dem Lauf die eine oder andere Schweissperle auf seiner Stirn hatte.