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WINDENERGIE: Gegenwind auf dem Chroobach

Auf dem Schienerberg in Deutschland soll ein Windpark entstehen, doch es gibt Widerstand. Auch Josef Würms, Schaffhauser Kantonsrat, äussert sich kritisch.
Die Visualisierung zeigt den Blick von der deutschen Gemeinde Schienen aus – ähnlich dürfte die Aussicht vom Untersee sein. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt den Blick von der deutschen Gemeinde Schienen aus – ähnlich dürfte die Aussicht vom Untersee sein. (Bild: PD)

In der deutschen Gemeinde Rielasingen schilderten neun Referenten vor rund 400 Besuchern die gravierenden Nachteile der vier geplanten Grosswindräder auf dem Chroobach.

Ralf Baumert, Bürgermeister Rielasingens, erklärte, dass sein Gemeinderat eine abschlägige Stellungnahme zum ge­planten Windradprojekt abgibt, weil der Schienerberg ein Landschaftsschutzgebiet ist. Er be­dauerte, dass die Gemeinde von Schweizer Seite nicht von Anfang an ins Verfahren eingebunden wurde.

Eine der windärmsten Regionen Deutschlands

Christoph Vestner von der Bürgerinitiative Schienerberg kri­tisierte, dass der Bevölkerung unter einem grünen Deckmantel suggeriert wird, dass die Windkraft am Schienerberg ein wertvoller Beitrag zur Energiewende sei, und dabei nicht auf die Be­lastungen hingewiesen wird, die in keinem Verhältnis zur Windausbeutung in einer der windärmsten Regionen Deutschlands steht. Der Landschaftsarchitekt Ulrich Bielefeld zeigte anhand zahlreicher Visualisierungen, wie die Windräder das Landschaftsbild verändern, und der Mathematiker Ulrich Murschall zweifelte das Schallgutachten an, das am Chroobach gemacht wurde. Zum Schluss erklärte Josef Würms, Schaffhauser Kantonsrat und Gemeindepräsident von Ramsen, den Richtplan des Kantons Schaffhausen. Bereits 2010 wurde darin aufgenommen, dass der Chroobach für Windenergie geeignet sein könnte. In der neuen Verfassung sollen jetzt die Standorte genau definiert werden.

Würms bemerkte, dass es für Industrieanlagen im Wald einer Zonenplanänderung bedarf, wofür in diesem Fall die Gemeinde Hemishofen zuständig wäre. Wenn man den Standort jedoch im Richtplan festsetzt, würde der Regierungsrat die Autonomie der Gemeinde Hemishofen ausschalten. Er animierte die Besucher, bis zum kommenden Freitag einen Einspruch mit zwei bis drei Argumenten an das Planungs- und Naturschutzamt des Kantons Schaffhausen zu schicken.

Thomas Güntert

unterseerhein

@thurgauerzeitung.ch

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