WILEN: Vorschläge kommen zur Abstimmung

Wie geht es weiter mit den Ergebnissen des Mitwirkungstags in Wilen? Welche Projekte sollen umgesetzt werden? Die Spurgruppe traf sich, um die gesammelten Ideen der Bürger zu konkretisieren.

Thomas Riesen
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Die Arbeitsgruppe Energie schlug unter anderem einen behördenverbindlichen Energieplan vor. (Bild: Thomas Riesen)

Die Arbeitsgruppe Energie schlug unter anderem einen behördenverbindlichen Energieplan vor. (Bild: Thomas Riesen)

WILEN. Die Themen für die rund 25 Veranstaltungsteilnehmer am Montagabend im Kirchgemeindezentrum waren definiert: Begegnungsformen, Begegnungsorte, Dorfzentrum, Informationen, Jugend, Energie, Verkehr. Das Ziel: Projekte auf die Spur bringen. Moderator Stefan Tittmann von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, St. Gallen, sagte: «Es braucht Verantwortliche, die dran bleiben, sonst verfällt das Thema.» Gemeindepräsident Kurt Enderli ergänzte: «Wir müssen die Kontakte am Leben erhalten.»

Photovoltaik auf der Gemeindeverwaltung

Die Projektgruppe Jugend arbeitet an Vorschlägen, über die an der Gemeindeversammlung vom 27. März abgestimmt werden soll. Bis dahin sei Lobbyarbeit zu leisten. Dabei gelte es, Rickenbach als Partner der Sekundarschule nicht zu vernachlässigen. Im Bereich Energie sollen bis Mitte nächsten Jahres Massnahmen präsentiert werden.

Auf der Wunschliste steht eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Gemeindeverwaltung. Weitere Ideen sind Exkursionen zu Vorbildprojekten sowie die Gründung einer Bürger-Energie-Genossenschaft. Aber vor allem soll ein verbindlicher Energieplan verabschiedet werden.

Als anspruchsvoll erwies sich erneut das Thema Verkehr. Ohne Experten wird sich das Dossier kaum entwickeln lassen. Grenzen setzen die Ergebnisse von Abstimmungen zu Verkehrsfragen sowie die Tatsache, dass einige Strassen dem Kanton gehören. Gleichzeitig betonte Gemeindepräsident Kurt Enderli, dass der Gemeinderat für Massnahmen den Anstoss aus der Bevölkerung erwartet. Die gute Nachricht: Im Aggloprogramm der dritten Generation sind verkehrsbehindernde Massnahmen auf der Hubstrasse vorgesehen. Das wird nächste Woche bekannt gegeben. Als Ansatz an diesem Abend kristallisierte sich die Präsentation von «Tempo 30 freiwillig» an der nächsten Gemeindeversammlung heraus.

In der Lösungsfindung schwer voneinander zu trennen sind Begegnungsformen, Begegnungsort und Dorfzentrum. Der Kauf des Restaurants Sonne durch die Gemeinde sei kein Problem, aber für den Gemeinderat stellt sich die Frage: Ist es Aufgabe der Gemeinde, ein Restaurant zu betreiben? Die Behörde wird sich mit dem Thema befassen, zumal das Restaurant in Wohnungen umgebaut werden kann. Darüber hinaus hat die Gemeinde angrenzende Liegenschaften erworben oder Interesse signalisiert. «Der Gemeinderat will dieses Zentrum», betonte Kurt Enderli und er stellte in Aussicht, dass die Stimmbürger im März über den Kauf des Restaurants entscheiden können.

Präsentation bei der Vereinssitzung

Als nächster Schritt bei den Themen Begegnungsformen und Begegnungsorte ist der Austausch mit der Arbeitsgruppe Jugend sowie mit der Schule geplant. Für einen Spiel- und Begegnungsplatz mit Bänkli soll ein Platz gesucht und das Thema in Verbindung mit dem Projekt «Sonne» gebracht werden. Ein wichtiges Datum für die Präsentation ist der 9. November die Vereinssitzung in Wilen.