WILEN: Eine Chance für den Nachwuchs

Der Jugendtreff Ägelsee kann realisiert werden – Widerstand gab es an der Gemeindeversammlung nicht. Prominente Referentin war Regierungsrätin Carmen Haag.

Thomas Riesen
Merken
Drucken
Teilen
Gemeindepräsident Kurt Enderli bedankt sich bei Regierungsrätin Carmen Haag. (Bild: Thomas Riesen)

Gemeindepräsident Kurt Enderli bedankt sich bei Regierungsrätin Carmen Haag. (Bild: Thomas Riesen)

Thomas Riesen

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Der Weg für den Jugendtreff Ägelsee ist frei. Mit deutlicher Zustimmung der 171 Stimmberechtigten zum Kredit von rund 62000 Franken ist die zweite Hälfte des Betrages für den dreijährigen Pilotbetrieb zugesprochen worden. Die Stimmbürgerschaft von Rickenbach hatte die anderen 62500 Franken bereits bewilligt. Das Thema wurde im Kirchen- und Gemeindezentrum kaum diskutiert. Widerstand ­ gab es schon gar nicht. Ebenfalls bewilligt wurde das neue Elektrizitätsreglement.

Auch der Hochwasserschutz war ein Thema. Die langjährige Vorgeschichte wurde durch Regierungsrätin Carmen Haag präsentiert. In Wilen betrifft es den Alpbach, den Huebbach und den Meienmättlibach. Projektleiter Clemens Müller erläuterte Überflutungszonen, Hochwasserszenarien und Kosten. Bei der ak­tuellen Variante, die über 27 Millionen Franken kosten würde, müsste sich Wilen mit 3,7 Millionen Franken beteiligen.

Unerwarteter Gewinn

Auf Kritik stiess das Projekt «Gestaltung Sonnenplatz und Kauf Restaurant Sonne». Martin Giger, ehemaliger Gemeindepräsident, bemängelte die Präsentation. Informationen erhielten die Stimmberechtigten auch zu den Unterflurcontainern und zur neuen Unterkunft der Asylsuchenden. Sie sollen nicht mehr in der Zivilschutzanlage leben, sondern in Wohncontainern. Die Jahresrechnung 2016 der Politischen Gemeinde Wilen schliesst mit einem Gewinn von 170000 Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von 80000 Franken.

Der Gemeinderat beantragte, diesen Gewinn ins Eigenkapital zu überführen. Für 2017 ist ein Gewinn von 37000 Franken vorgesehen bei einem unveränderten Steuerfuss von 46 Prozent. Die Stimmberechtigten bewilligten diese Zahlen.