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WILEN: Der Keller hat bald ausgedient

Derzeit werden neben dem Gemeindehaus Container für Flüchtlinge hergerichtet. Damit sich dies rechnet, braucht es eine Mindestbelegung.
Simon Dudle
Container statt Zivilschutzanlage: Am 2. Oktober ziehen hier Asylsuchende ein. (Bild: Simon Dudle)

Container statt Zivilschutzanlage: Am 2. Oktober ziehen hier Asylsuchende ein. (Bild: Simon Dudle)

Simon Dudle

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Auch wenn die Asylsuchenden nicht gänzlich ohne Tageslicht auskommen mussten, sorgte ihre Unterbringung in der Zivilschutzanlage beim Gemeindehaus von Ri­ckenbach und Wilen wiederholt für Kritik (unsere Zeitung berichtete). Ab dem 2. Oktober bessert sich die Situation nun. Ab dann sind die Flüchtlinge in zehn Containern direkt neben der Anlage überirdisch untergebracht. Sieben Container werden mit je zwei Betten ausgestattet, zwei Container sind Aufenthaltsräume, ein weiterer wird zum Duschraum.

Seit rund einem Monat laufen die Aufbauarbeiten. Für 30000 Franken hat die Gemeinde Wilen die Container dem Alterszen­trum Tannzapfenland in Münchwilen abgekauft, wo sie während des Umbaus als Provisorium dienten.

Zu stehen kommen sie auf einem Holzgerüst, weshalb die Anlage fast wie ein Pfahlbauerdorf aussieht. «Das wird gemacht, damit alle Container an die Wasserleitung und die Elektrik angeschlossen werden können», sagt Wilens Gemeindepräsident Kurt Enderli. Auch punkto Isolation bringe dies Vorteile mit sich. Bereits in Münchwilen standen die Container nicht am Boden. Unter ihnen befanden sich Parkplätze.

In acht Jahren die nächste Lagebeurteilung

14 Asylsuchende finden in den zehn Containern Platz. Derzeit sind aber nur sechs Männer den Gemeinden Wilen und Rickenbach zugeteilt. Ändert sich dies nicht, ergibt sich für Wilen ein Defizit. Denn die Finanzierung funktioniert so: Für Kauf und Aufbau werden 250000 Franken benötigt. Wilen tätigt eine Vorfinanzierung und schreibt die Ausgaben binnen acht Jahren ab. Dies dank den Beiträgen, welche die Gemeinde für die Unterbringung der Asylsuchenden erhält. «Wenn wir im Durchschnitt zehn Personen haben, dann sind die Ausgaben gedeckt. Sonst nicht. Das ist ein Risiko», sagt Enderli.

Die Abschreibung in acht Jahren ist kein Zufall. Dann wird die Situation neu beurteilt. Ist einer der beiden Gemeinderäte aus Rickenbach und Wilen nicht mehr einverstanden, werden die Container abgebrochen

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