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WILEN: "Chancen stehen 50 zu 50"

Ende März wählen die Stimmbürger eine neue Primarschulpräsidentin. Barbara Jaeger und Nina Haag-Berlinger bewerben sich für dieses Amt. Letztere möchte die Qualität der Schule weiterhin hochhalten.
Simon Dudle
Ob Nina Haag-Berlinger die Türe zum Wilener Primarschulpräsidium für sich aufstösst, entscheidet sich am 26. März. (Bild: Simon Dudle)

Ob Nina Haag-Berlinger die Türe zum Wilener Primarschulpräsidium für sich aufstösst, entscheidet sich am 26. März. (Bild: Simon Dudle)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Acht Jahre lang hat Nina Haag-Berlinger in der Privatwirtschaft gearbeitet (siehe unten). Rückblickend sagt sie: "Es ging am Ende vorwiegend um die Gewinnmaximierung. Irgendwann habe ich mir die Sinnfrage gestellt und suche nun eine neue Herausforderung."

Als sie im Spätherbst vom bevorstehenden Rücktritt Andrea Twiddys hörte, fühlte sie sich von diesem Amt sofort angesprochen und will nun die Chance nutzen. "Bildung hat mich immer schon interessiert. Zudem beeindruckt mich die Vielseitigkeit der Aufgaben", sagt die ehemalige Schülerin der Wiler Mädchen-Sekundarschule St. Katharina, die Tochter einer Lehrerin ist. "Mein Ziel ist es, dass die Wilener Schulkinder ein Umfeld vorfinden, in dem sie optimal lernen können."

Für das Amt statt gegen einen Menschen

Mit der Primarschule ist die zweifache Mutter insofern vertraut, als dass ihre Tochter derzeit in Wilen beschult wird. "Ich denke, als Schulpräsidentin wäre das weder ein Vor- noch ein Nachteil", sagt Nina Haag-Berlinger.

Die 35-Jährige tritt an der Schulgemeindeversammlung am 26. März im Kirchen- und Gemeindezentrum in einer Kampfwahl gegen Barbara Jaeger an, die seit zweieinhalb Jahren in der Primarschulbehörde das Ressort Pädagogik betreut. Weitere Kandidaturen sind möglich, kämen aber überraschend. Steigt Nina Haag-Berlinger aufgrund der Ausgangslage als Aussenseiterin ins Rennen? "Es ist möglich, dass dies ein Qualifikationskriterium ist. In diesem Amt werden aber vielseitige Anforderungen gestellt. Da bringe ich einiges mit. Ich denke, die Chancen sind 50 zu 50." Barbara Jaeger ist für sie nicht eine Kontrahentin, sondern Mitbewerberin – "und zwar eine sympathische". Nina Haag-Berlinger ergänzt: "Ich kämpfe für das Amt und nicht gegen eine Person. Ich wäre sehr gerne Schulpräsidentin und bin überzeugt, dass ich es mit meinem Rucksack gut machen könnte." Nina Haag-Berlinger kündigt bereits an, dass sie im Falle einer Nicht-Wahl für das dann freiwerdende Amt in der Primarschulbehörde nicht kandidieren würde. "Dann würde ja das Ressort Pädagogik frei. Ich möchte, dass die Schulgemeinde von meinen Stärken profitieren kann, und überlasse das Ressort Pädagogik gerne einer Fachperson."

Kein Anlass für eine Fusion

Den eigenen Führungsstil bezeichnet die verheiratete Mutter als "kooperativ und stark geprägt von gegenseitigem Respekt". Nina Haag-Berlinger sagt: "Wenn ich gewählt werde, übernehme ich eine gut geführte Schulgemeinde mit Lehrern, die professionell arbeiten. Es geht um die Förderung und Lenkung zu einem Ganzen." Dass sie inhaltlich kein Wissen einer Behördentätigkeit mitbringt, ist aus ihrer Sicht kein Nachteil: "Ich bin es gewohnt, mir schnell einen Überblick zu verschaffen. Als Teamplayer könnte ich mich auf das Wissen von langjährigen Behördenmitgliedern verlassen. Es geht darum, die Qualität der Primarschule Wilen hochzuhalten oder gar noch zu steigern."

Und was hält Nina Haag-Berlinger von einer möglichen Fusion der beiden Primarschulgemeinden Wilen und Rickenbach, so wie es bei der Oberstufe der beiden Dörfer vor Jahren bereits geschehen ist? "Ich sehe keinen Grund, um eine Fusion anzustreben. Wenn der Wunsch aus der Wilener Bevölkerung kommt oder ich das Gefühl habe, dass man etwas machen müsste, schaue ich mir das aber gerne an. Am Ende geht es um die bestmögliche Qualität."

Hinweis

Die andere Kandidatin, Barbara Jaeger, wurde in der Ausgabe vom 5. Januar vorgestellt.

Aktiv im Elternverein

Nina Haag-Berlinger ist 35-jährig, verheiratet und Mutter einer fünfjährigen Tochter und eines zweijährigen Sohnes. Sie absolvierte ein Masterstudium an der Universität St.Gallen in Marketing, Dienstleistungs- und Kommunikationsmanagement. Dieses hat sie erfolgreich abgeschlossen. Danach war sie acht Jahre lang in der Privatwirtschaft tätig und wirkte in der Geschäftsleitung mit. Das Führen von Mitarbeitern gehörte ebenfalls zu ihren Aufgaben. In den letzten beiden Jahren kümmerte sich Nina Haag-Berlinger vorwiegend um die Erziehung ihrer beiden Kinder. Bis 2014 wohnte sie in Wil, ehe mit der jungen Familie der Umzug nach Wilen folgte, wo unweit des Sekundarschulhauses Ägelsee ein Haus gebaut wurde. Nina Haag-Berlinger ist aktives Mitglied im Wilener Elternverein und organisiert in diesem für das Ressort "Erwachsene" diverse Kurse. (sdu)

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