Wil West rechnet mit weniger Arbeitsplätzen

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Region Die Entwicklungsperspektive Wil West (ESP) hat das Agglomerationsprogramm der 3. Generation beim Bund eingereicht. Laut einer Medienmitteilung der Geschäftsstelle der Regio Wil liegt der erarbeitete Bericht derzeit in Bern zur Prüfung.

Auf dem Areal Wil West soll ein neuer Standort zur Entwicklung der Wirtschaft in der Region entstehen und so neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Masterplan von 2012 wurde im Rahmen der Arealentwicklung noch von 4000 neuen Arbeitsstellen gesprochen. Diese Annahme wurde laut der Medienmit­teilung in der Zwischenzeit allerdings auf 1500 bis 2000 Arbeitsplätze reduziert. «Die Anpassung der Nutzungskonzeption ist eine Reaktion auf die generell veränderte Wirtschaftslage und den heute prognostizierten künftigen Bedarf», sagt der St. Galler Regierungsrat und Vorsteher des kantonalen Baudepartements, Marc Mächler. Zudem stehe in der Nutzungskonzeption heute nicht mehr primär die Neuansiedlung von ausländischen Unternehmen im Zentrum, sondern auch die Fläche für lokale Gewerbe- und Industriebetriebe mit Expansionspotenzial.

«Wir müssen selbstbewusster sein»

«Unsere Region verfügt über viele Vorteile, die wir deutlich selbstbewusster nach aussen tragen müssen», sagt Guido Grüter, Präsident der Regio Wil. «Wenn es uns mit dem Vorhaben ESP Wil West gelingt, die Wohnqualität in der Region weiter aufzuwerten und gleichzeitig ein innovatives, gut erschlossenes Wirtschafts­gebiet zu entwickeln, wird sich dieser Trend auch positiv auf die Ansiedlung von Unternehmen auswirken», so Grüter.

Mit der ESP Wil West haben die beiden Kantone St. Gallen und Thurgau in Zusammenarbeit mit den 22 Gemeinden der Regio Wil ein Gesamtkonzept erar­beitet, das die Attraktivität der Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort erhöhen und die gesamte Region stärken soll. Das Projekt umfasst einen neuen Autobahnanschluss, die Massnahmen zur Zentrumsentlastung der Stadt Wil sowie die Entwicklung eines neuen Wirtschafts­gebietes (Areal Wil West). (red)