Wil und Gossau: Eurocity- statt Interregio-Halte

ST. GALLEN. Wenn Ende 2015, also auf den Fahrplan 2016 hin in Zürich die Durchmesserlinie für den Fernverkehr in Betrieb genommen wird, hat das Folgen auch für die Ostschweiz: Das Konzept mit neu drei Zügen pro Stunde auf der Strecke Zürich–St. Gallen kommt zum Tragen.

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ST. GALLEN. Wenn Ende 2015, also auf den Fahrplan 2016 hin in Zürich die Durchmesserlinie für den Fernverkehr in Betrieb genommen wird, hat das Folgen auch für die Ostschweiz: Das Konzept mit neu drei Zügen pro Stunde auf der Strecke Zürich–St. Gallen kommt zum Tragen. Und die Reisenden von St. Gallen nach Genf werden von einer um fast 20 Minuten verkürzten Reisezeit profitieren.

Viermal pro Tag

Der Eurocity von Zürich über St. Gallen nach München wird dann weiterhin viermal täglich, aber während dreier Jahre mit früherer Abfahrt in Zürich und Zusatzhalt in Wil und Gossau verkehren. Viermal am Tag erhalten Wil und Gossau also vorübergehend Eurocity- statt Interregio-Halte.

Wie Andreas Bieniok, Leiter des Amts für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen, gegenüber unserer Zeitung eine Meldung der «Schweiz am Sonntag» präzisiert, wird das Konzept nur von 2016 bis 2018 gelten, weil ab 2019 die zweite Schnellzugverbindung Zürich-St. Gallen schrittweise eingeführt wird und der Eurocity voraussichtlich dann für zwei Jahre darin integriert und allenfalls verdichtet wird. Dies dann jedoch wieder ohne Halt in Wil und Gossau. Mit Inbetriebnahme der Elektrifizierung Lindau-Memmingen-Geltendorf Ende 2020 wird der Eurocity dannzumal in zweieinhalb Stunden und wiederum 30 Minuten versetzt in der Fahrlage der Ende 2015 eingeführten ersten Schnellverbindung nach München verkehren.

Vorübergehend von Biel her

Nach aktuellem Planungsstand wird der Eurocity nach München dann für einige Jahre von Biel kommen. Ab Ende 2025 – wenn der milliardenteure Umbau des Bahnhofs Lausanne abgeschlossen ist – soll dann das Zielkonzept mit Verlängerung der Schweizer Magistrale Genf–Bern–Zürich–St. Gallen bis München eingeführt werden.

Vor vielen Jahren verkehrten die Eurocity nach München sogar noch ab Lyon, und die schnellste Fahrzeit Zürich–St. Gallen betrug vor der Eröffnung des Flughafenbahnhofs schon mal 59 Minuten – ohne Halt in Wil und Gossau. (cla.)

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