Wil im Festrausch

Seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts findet in Wil im Zweijahresrhythmus das Stadtfest statt. Am Samstag war es wieder so weit. Nachdem 2007 Frauenfeld Gastgemeinde war, durfte Wils Gemeindepräsident Bruno Gähwiler dieses Mal zahlreiche Vertreter aus Weinfelden willkommen heissen.

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Über 20 000 Besucher zählte das diesjährige Wiler Stadtfest. (Bilder: Simon Dudle)

Über 20 000 Besucher zählte das diesjährige Wiler Stadtfest. (Bilder: Simon Dudle)

Seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts findet in Wil im Zweijahresrhythmus das Stadtfest statt. Am Samstag war es wieder so weit. Nachdem 2007 Frauenfeld Gastgemeinde war, durfte Wils Gemeindepräsident Bruno Gähwiler dieses Mal zahlreiche Vertreter aus Weinfelden willkommen heissen. Unter ihnen war auch Gemeindeammann Max Vögeli, der bei seiner Begrüssungsrede den Wilern und Bronschhofern zur Fusion gratulierte. «Über diesen nachhaltigen Entscheid wird man auch in 100 Jahren noch reden», sagte er. Und ergänzte: «Schade nur, dass es so viele Jahre gedauert hat, bis Weinfelden zum Stadtfest eingeladen wurde.» Gähwiler bezeichnete Wil als eine gesellige, gastfreundliche Stadt und freute sich auf das Fachsimpeln über den Wein am Nachmittag.

Obwohl das Wetter wechselhaft war, pilgerten mehrere tausend Leute durch die Obere Bahnhofstrasse und machten es sich in einem der gesamthaft 34 Beizli bequem, welche von Vereinen und auch einigen Unternehmen betrieben wurden. Peter Spitzli vom Fest-OK schätzte am Sonntagmittag, dass über 20 000 Personen am diesjährigen Stadtfest waren. Sie liessen sich auch von einem heftigen Gewitter nicht irritieren. Beim Ski-Club Wil wusste man sich zu helfen und stand während einer kurzen Zeit auf den Stühlen, um dem Wasser auszuweichen.

Für zahlreiche Lacher war Comedian Thomas Götz alias Kantonsrat Arnold Schnyder verantwortlich, der zahlreiche Lokalpolitiker aufs Korn nahm. So auch die anwesende St. Galler Regierungsratspräsidentin Karin Keller-Sutter. «Schön, dass ich Sie heute kennenlerne. Ich habe schon viel von Ihnen gehört, auch Gutes», sagte Schnyder, der Wil als Tor zum Toni-Brunner-Land bezeichnete. Bezogen auf die Äbtestadt, sagte er: «Das ist natürlich klar, da kommt mir spontan rein gar nichts in den Sinn.» (sdu.)

Die Wyfelder Luusbuebe vertraten die Gastgemeinde Weinfelden.

Die Wyfelder Luusbuebe vertraten die Gastgemeinde Weinfelden.

Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, Comedian Thomas Götz, der Weinfelder Gemeindeammann Max Vögeli und viele Zuschauer in Wil.

Regierungsrätin Karin Keller-Sutter, Comedian Thomas Götz, der Weinfelder Gemeindeammann Max Vögeli und viele Zuschauer in Wil.