Wieder Verfahren gegen Nazifunker

FRAUENFELD. Gegen den als Nazifunker bekanntgewordenen Thurgauer läuft erneut ein Strafverfahren. Wie der «Sonntags-Blick» meldet, hat Generalstaatsanwalt Hans-Ruedi Graf bestätigt, dass ein Strafverfahren wegen Rassendiskriminierung geführt wird.

Drucken
Teilen

FRAUENFELD. Gegen den als Nazifunker bekanntgewordenen Thurgauer läuft erneut ein Strafverfahren. Wie der «Sonntags-Blick» meldet, hat Generalstaatsanwalt Hans-Ruedi Graf bestätigt, dass ein Strafverfahren wegen Rassendiskriminierung geführt wird. Der Funker, der sich selber «Fuchs» nennt, soll erneut rechtsradikale Parolen über den offenen Amateurfunk verbreitet haben. Unter anderen soll er den Holocaust geleugnet haben, wie der «Sonntags-Blick» berichtet. Demnach haben deutsche Funker von der Schweizer Botschaft in Berlin wissen wollen, was die Schweiz gegen den Nazifunker zu tun gedenkt. «Die Staatsanwaltschaft Thurgau hat seit kurzem Kenntnis von den Vorfällen und hat, da es sich um ein Offizialdelikt handelt, ein Strafverfahren gegen Unbekannt eröffnet und die Polizei mit den entsprechenden Abklärungen beauftragt», schreibt laut «Sonntags-Blick» Vizebotschafterin Marion Weichelt Krupski in einem Antwortbrief.

Der Nazifunker war schon Mitte 2013 wegen derselben Delikte zu einer bedingten Geldstrafe von 6000 Franken verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell hatte damals die Probezeit auf drei Jahre angesetzt. (red.)