Wie rentabel sind kleine Spitäler?

Vorstoss Werden kleinere Spitäler im Kanton St. Gallen durch grössere querfinanziert? Um diese Frage geht es FDP und SVP in einem Vorstoss, den sie heute im Parlament einreichen.

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Vorstoss Werden kleinere Spitäler im Kanton St. Gallen durch grössere querfinanziert? Um diese Frage geht es FDP und SVP in einem Vorstoss, den sie heute im Parlament einreichen. Die beiden Fraktionen ärgern sich, dass es in den Geschäftsberichten der vier Spitalunternehmen keine konkreten Zahlen zu den einzelnen Spitälern gibt. So blieben Auslastung und Ertragslage der einzelnen Spitäler unklar.

Der Vorstoss kommt nicht von ungefähr zum jetzigen Zeitpunkt. Auslöser sind die schweizweiten Beobachtungen und die aktuelle Entwicklung in Appenzell Ausserrhoden. «Kleinere Spitäler, das zeigt sich deutlich am Spital Heiden, haben unter der neuen Spitalfinanzierung grosse Schwierigkeiten, eine genügende Ertragslage für den Betrieb zu erwirtschaften, geschweige denn für die Finanzierung neuer Infrastrukturen», schreiben FDP und SVP. «Es kann kaum das Ziel der neuen Spitalfinanzierung sein, unrentabel arbeitende Spitäler oder Teile davon am Leben zu erhalten.» Es würden wohl auch im Kanton St. Gallen Querfinanzierungen von den regionalen Spitalzentren an kleinere Spitäler erfolgen, sind FDP und SVP überzeugt. Der Kanton müsse auch künftig über «qualitativ hochstehende und effizient arbeitende öffentliche Spitäler verfügen – die eben auch optimal ausgelastet sind». (rw)