Wie in einer eigenen Welt

«Ein Fussgängerstreifen muss echte Sicherheit bieten und darf nicht nur ein subjektives Sicherheitsgefühl auslösen», sagt Georg Gübeli, Leiter Verkehrstechnik der Kantonspolizei St. Gallen. Dieses subjektive Sicherheitsgefühl variiert aber stark, je nach Zone.

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«Ein Fussgängerstreifen muss echte Sicherheit bieten und darf nicht nur ein subjektives Sicherheitsgefühl auslösen», sagt Georg Gübeli, Leiter Verkehrstechnik der Kantonspolizei St. Gallen. Dieses subjektive Sicherheitsgefühl variiert aber stark, je nach Zone. Grundsätzlich gebe der Zebrastreifen dem Fussgänger das Gefühl, einen Korridor zu haben, wo er ein Recht vor dem Auto habe, sagt der St. Galler Verkehrstherapeut Alexander Koch.

Seinen Beobachtungen zufolge gehen Menschen unvorsichtiger über den Fussgängerstreifen, wenn dieser zwischen zwei Fussgängerzonen liegt. So wie dies in Wil beim Übergang zwischen der Oberen Bahnhofstrasse und der Altstadt der Fall ist. «Die Fussgänger fühlen sich dann wie in einer eigenen Welt», sagt Koch. «Je stärker die Trennung zwischen Automobilverkehr und Fussgängern, desto unvorsichtiger verhält sich der Autofahrer.» Ein Zebrastreifen signalisiert dem Autofahrer, dass seine Fahrbahn unterbrochen wird, die Trennung kurz aufgehoben ist. Jede Massnahme, die auf den Fussgängerstreifen aufmerksam macht, verstärkt diesen Effekt und macht den Autofahrer dadurch vorsichtiger. (uam.)

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