Wie der Vater so der Sohn

Oliver Wellauer übernimmt am 1. Januar 2016 in vierter Generation die Führung des Frauenfelder Tiefbauunternehmens und Kieswerkbetreibers H. Wellauer AG aus der Hand seines Vaters Rony.

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FRAUENFELD. Am 1. Januar 2016 wird der 36jährige Oliver Wellauer den Vorsitz der Geschäftsleitung der H. Wellauer AG von seinem Vater Rony Wellauer übernehmen. Dann steht die vierte Generation des vor 104 Jahren gegründeten Ostschweizer Unternehmens an der Spitze. Oliver Wellauer absolvierte nach der Kantonsschule Frauenfeld eine ETH-Ausbildung zum Bauingenieur, arbeitete in einem Ingenieurbüro in Zürich sowie anderthalb Jahre in den Vereinigten Staaten. 2009 kehrte er in das Familienunternehmen zurück und führte den bei der Wellauer AG seit 50 Jahren gepflegten Bereich des Spezialtiefbaus fort.

Die Anfänge der Firma

Das Unternehmen hat seine Wurzeln bei Landwirt Jakob Wellauer. Mit seinem Sohn Hermann hatte er 1910 in Uesslingen Akkordarbeiten an den Uferverbauungen an der Thur ausgeführt. Ein Jahr später liess er die Firma im Handelsregister eintragen. Seitdem ist das Tiefbauunternehmen zu einem breit aufgestellten Tiefbau- und Strassenbauunternehmen mit aktuell 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewachsen. Die H. Wellauer AG betreibt auch Kieswerke in der Region und ist an verschiedenen Baustoffunternehmen beteiligt.

Anspruchsvolle Zeiten

Vor 27 Jahren übernahm Rony Wellauer die Leitung des Unternehmens aus der Hand seines Vaters Hermann. Er führte es durch anspruchsvolle Zeiten im Zeichen angespannter öffentlicher Kassen, mehrerer Finanz- und Wirtschaftskrisen und der zunehmenden Konkurrenz aus dem benachbarten Ausland. Als Erfolgsrezept nennt Rony Wellauer die breite Abstützung des Unternehmens, die stets solide Eigenkapitalbasis und den Umstand, «keine unvernünftigen und überrissenen Investitionen getätigt zu haben».

Als wichtigste Herausforderungen betrachtet sein Nachfolger Oliver Wellauer die zunehmende Bürokratie und dass die öffentliche Hand bei Investitionen in den Strassen- und Tiefbau ihren Gürtel enger schnallen müsse. (red.)

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