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Widerstand gegen drohende Abschiebung

SARGANS. Ein 17jähriges Mädchen aus Sargans soll nach Ansicht des St. Galler Migrationsamts nach Serbien ausgeschafft werden. Dagegen regt sich Widerstand.

SARGANS. Ein 17jähriges Mädchen aus Sargans soll nach Ansicht des St. Galler Migrationsamts nach Serbien ausgeschafft werden. Dagegen regt sich Widerstand. Via Internet läuft eine Petition mit weit über 5000 Unterschriften gegen die Abschiebung des Mädchens nach Serbien (Ostschweiz am Sonntag vom 20. März). Als Reallehrer in Sargans ist auch SP-Kantonsrat Joe Walser von diesem Fall betroffen. Die 17-Jährige besucht in Sargans die dritte Real, Walser unterrichtet sie im Fach Natur und Technik. Der Lehrer hat sich nun mit einer Einfachen Anfrage an die St. Galler Regierung gewandt.

Rekurs abgelehnt

Das Mädchen wurde 1999 in Serbien geboren. Bei der Scheidung der Eltern 2001 ging das Sorgerecht zum Vater, das Mädchen wuchs bei ihm in Serbien auf. Die Mutter reiste daraufhin in die Schweiz, wo sie sich ein neues Leben aufbaute. Vor gut zwei Jahren kam es zum Bruch zwischen Vater und Tochter, worauf das Mädchen zur Mutter in die Schweiz zog. Im Oktober 2014 verweigerte das kantonale Migrationsamt diesen Familiennachzug mit der Begründung, dass die Nachzugsfrist verpasst worden sei, wie der SP-Kantonsrat im Vorstoss schreibt. Diese hätte bereits zwei Jahre vorher erfolgen sollen. Der Lebensmittelpunkt des Mädchens sei weiterhin problemlos in Serbien möglich. Die Mutter legte gegen diesen Entscheid Rekurs ein. Dieser wurde vom Sicherheits- und Justizdepartement im August 2015 abgelehnt. Das Verwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid am 25. Februar 2016 definitiv.

Zusage für Lehrstelle

Zwischen all diesen Rekursen musste die Jugendliche in der Gemeinde Sargans eingeschult werden. Sie sei in der Klasse bestens integriert und beteilige sich in Sportvereinen, schreibt Walser weiter. Inzwischen habe die junge Frau auch eine Zusage für eine Lehrstelle als Fachangestellte Gesundheit EBA im Kanton Glarus erhalten. Diese Zusage verliere allerdings ihre Gültigkeit, wenn der Aufenthaltsstatus bis Ende April nicht geklärt sei. Kantonsrat Walser will deshalb von der Regierung wissen, wie sie die zwischenzeitlich veränderte Situation der Schulabgängerin beurteilt. Und ob es Möglichkeiten für eine allfällige Neubeurteilung gebe. (lom)

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