«Werden nicht zu spät sein»

Andere Regionen machen schneller vorwärts als die Ostschweiz im Hinblick auf die nächste Landesausstellung. Regierungsrat Jakob Stark gibt sich gelassen.

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Jakob Stark (Bild: Donato Caspari)

Jakob Stark (Bild: Donato Caspari)

Der Thurgauer Regierungsrat will sich in zehn Jahren ernsthaft mit der Expo beschäftigen. Ist das nicht ein bisschen spät angesichts der Pläne in der Gotthard-Region, wo Bestrebungen bestehen, eine Landesausstellung bereits 2020 durchzuführen?

Jakob Stark: In einer ersten Phase möchte wir eine Auslegeordnung machen und einige grundsätzliche Fragen prüfen. Dazu gehören auch Abklärungen bezüglich weiterer Bewerber für die nächste Landesausstellung. Sollten Mitbewerber bereits um 2020 die nächste Landesausstellung durchführen wollen, werden wir uns darauf einstellen. Die Lenkung der Prozesses liegt schliesslich beim Bund, der darüber entscheiden wird, ob, wann und wo die nächste Expo stattfinden wird. Es besteht keine Gefahr, dass wir zu spät kommen.

Wie kommt die Regierung darauf, dass die nächste Expo frühestens in 25 Jahren stattfinden wird? In der Gotthard-Region geht man von einem viel früheren Zeitpunkt aus.

Stark: Zwischen den bisherigen fünf Landesausstellungen lagen zunächst 18 Jahre, dann zweimal 25 Jahre und beim letzten Mal 38 Jahre. So ist es nur realistisch, wenn wir von einem zeitlichen Abstand von mindestens 25 Jahren ausgehen.

Mit wie viel Enthusiasmus geht die Thurgauer Regierung die Aufgabe an?

Stark: Wir sind der festen Überzeugung, dass die Ostschweiz eine eindrückliche und unvergessliche Landesausstellung organisieren könnte. Bis es so weit ist, ist es noch ein weiter Weg. Mit den geplanten Vorabklärungen legen wir zusammen mit unsern Nachbarkantonen ein erstes Wegstück zurück. Dann sehen wir weiter. Ich bin ein optimistischer Realist, Euphorie wird sich dann einstellen, wenn die Machbarkeit klar ist, wenn die Finanzierung klar ist und wenn die Idee von Bevölkerung, Wirtschaft und Politik breit getragen wird.

Interview: Markus Schoch

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