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«Werden alles tun für die schnelle Realisierung»

Die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag, Vorsteherin des Departements für Bau und Umwelt, zeigt sich erfreut über den gestrigen Entscheid des Nationalrats zum NAF inklusive Netzbeschluss. Der Thurgau werde nun alles daransetzen, um bereit zu sein, wenn der Netzbeschluss in Kraft tritt.
Richard Clavadetscher
Carmen Haag Regierungsrätin Kanton Thurgau (Bild: Donato Caspari)

Carmen Haag Regierungsrätin Kanton Thurgau (Bild: Donato Caspari)

Frau Haag, wie kommentieren Sie das Ergebnis der Nationalratsdebatte zum NAF?

Carmen Haag: Ich bin sehr erfreut, dass der NAF jetzt auch im Nationalrat eine Mehrheit gefunden hat und dass das Gesamtpaket so durchging. Dafür haben sich die Kantone im Vorfeld auch nochmals eingesetzt. Besonders freut mich natürlich, dass der Netzbeschluss Bestandteil des NAF ist.

Haben Sie aufgrund des Abstimmungsergebnisses zur «Milchkuh-Initiative» allenfalls andere Entscheide erwartet?

Haag: Nein, ich bin der Meinung, die deutliche Ablehnung der Milchkuh-Initiative habe die Position für den NAF eher noch gestärkt. Diesen Eindruck hatte ich auch bei der Debatte im Nationalrat.

Der Netzbeschluss freue Sie, sagten Sie. Was bedeutet dies jetzt für die Bodensee-Thurtal-Strasse?

Haag: Das bedeutet, dass der Bund mit Inkrafttreten des Netzbeschlusses, also voraussichtlich am 1. Januar 2020, die Bodensee-Thurtal-Strasse übernehmen wird, sie also baut und auch finanziert.

Vielleicht sollten Sie nochmals sagen, wie es mit dem Projekt nun vorwärtsgeht.

Haag: Zurzeit laufen die Ausschreibungen für die zweite und die dritte Etappe der Bodensee-Thurtal-Strasse. Für die erste Etappe ist das generelle Projekt bereits erstellt. Für die zweite und die dritte Etappe nun erwarten wir, dass bis Ende 2018 das generelle Projekt ebenfalls erstellt sein wird. Das heisst, dass dann die genaue Linienführung und die voraussichtlichen Kosten bekannt sind.

Nun interessiert natürlich der Zeithorizont. Schnell wird das aufgrund der Finanzen ja nicht gehen – oder sehen Sie das anders?

Haag: Das kommt darauf an, welche Priorität uns der Bund zumisst. Wir werden natürlich alles daransetzen, um bereit zu sein, wenn der Bund den Netzbeschluss in Kraft setzt, so dass unser Projekt eine Chance hat, möglichst bald realisiert zu werden. Wir sind uns jedoch bewusst, dass wir uns mit anderen Projekten in einem Konkurrenzkampf befinden. Insofern ist es schwierig zu sagen, wann genau mit dem Bau begonnen werden kann.

Die Strasse kommt doppelt so teuer wie geplant. Das ist ja nicht gerade alltäglich. Auch für Sie wohl nicht!?

Haag: (lacht) Nein, im Gegenteil.

Was sagt das Bundesamt für Strassen?

Haag: Wir haben natürlich zuallererst mit dem Bundesamt für Strassen gesprochen, als wir mit den prognostizierten Mehrkosten konfrontiert wurden. Im Gegensatz zu uns war man beim Bundesamt indes nicht überrascht. Der Kommentar von dieser Stelle lautete denn auch: «Ja, so viel kostet eine solche Strasse in etwa.»

Sie mussten sich also nicht rechtfertigen?

Haag: Nein, das mussten wir nicht. Wir haben sogar das Bundesamt für Strassen gebeten, einen Review zu machen. Beim Bundesamt sagte man darauf, das Büro, das wir für die Planung beauftragten, sei erfahren genug. Und wenn dieses Büro zu den dargelegten Ergebnissen gekommen sei, dann werde dies sicher zutreffen.

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