Wer Wasser trinkt, hat weniger Stress

Der Kneippverein Dussnang lud am Dienstagabend zu einem Kurs über den richtigen Umgang mit Stress. Eigentlich hätte der Abend von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl handeln sollen.

Ruht Bossert
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Voll in Aktion: Carmen Asprion und Cécile Keller beim Tanzen. (Bild: rb)

Voll in Aktion: Carmen Asprion und Cécile Keller beim Tanzen. (Bild: rb)

DUSSNANG. Wer Erdbeeren bestellt, möchte Erdbeeren bekommen. Dies zumindest glaubte Pia Grob-Hug, Präsidentin des Kneippvereins Dussnang, und entschuldigte sich bei den über 50 Anwesenden im Kneipphof, dass sie kurzfristig das Programm ändern mussten, weil die einheimische Kommunikationstrainerin Susanna Vogel-Engeli wegen Krankheit ausfiel.

Auch wenn viele Besucherinnen wegen Susanna Vogel-Engeli gekommen waren, verzichteten nur zwei Frauen, dem kurzfristig improvisierten, aber gelungenen Abend beizuwohnen. Schliesslich wollten viele Frauen Nia-Trainerin Claudia Marder aus Eschlikon kennenlernen und mit ihr eintauchen in den Tanz zwischen Körper, Geist und Seele.

Leiden unter sozialem Stress

Pia Grob-Hug und Lisbeth Brühwiler, Gesundheitsberaterinnen und als Vorstandsmitglieder des Kneippvereins, sprangen spontan in die Presche und schilderten, wie es gelingt, mit dem Fünf-Säulen-Prinzip von Sebastian Kneipp Stress abzubauen und den Weg zu einer besseren Balance im Leben zu finden.

Dabei schlugen sie die Brücke zum ursprünglichen Themenkreis «vom guten Gefühl, genau richtig zu sein», mit dem sich die die Kommunikationstrainerin und Nia-Teacherin ursprünglich befassen wollten. «Wer gestresst ist, hat kaum das Gefühl, genau richtig zu sein», sagte Pia Grob-Hug und erklärte, unter welchen Arten von Stress die Leute heute zu leiden haben. Es sei nicht nur der körperliche, seelische oder chemische Stress, oft sei es der soziale Stress, unter dem sie am meisten zu leiden haben. Pia Grob-Hug rät, eine körperlich-seelische Balance zu finden und einen Ausgleich zwischen Belastung und Erholung, Anspannung und Entspannung anzustreben. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung verhindere moderne Zivilisationskrankheiten.

Anwendung ist Zuwendung

Für Lisbeth Brühwiler ist Wasser das einfachste Mittel, das vorhanden sei, um gesund zu bleiben. Sie rät bei Stresssituationen, Wasser zu trinken, denn das Wasser helfe dort, wo es am nötigsten ist. Mit Waschungen tue man dem Körper viel Gutes. «Eine Wasser-Anwendung ist gleichzeitig auch eine Zuwendung. Und was gibt es besseres in einer Stresssituation?», fragte sie in die Runde. Passive Waschungen wirken beruhigend, aktive hingegen anregend.

Für Cécile Keller tönte das Gehörte plausibel. Im Grunde genommen wisse sie schon viel über die Anwendungen nach Kneipp, trotzdem sei es immer wieder gut, daran erinnert zu werden.

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