Weniger Druck auf mehr Fläche

Neben den Anbauverfahren gibt es andere Möglichkeiten, den Boden zu schonen. So zum Beispiel indem der Druck, dem der Boden durch die schweren Maschinen ausgesetzt ist, besser verteilt wird.

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Neben den Anbauverfahren gibt es andere Möglichkeiten, den Boden zu schonen. So zum Beispiel indem der Druck, dem der Boden durch die schweren Maschinen ausgesetzt ist, besser verteilt wird. «Das ist möglich durch die Variation des Drucks in den Reifen», erklärt Matthias Stettler von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften in Zollikofen. Mit speziellen Geräten misst er den Druck im Boden, wenn ein Traktor mit Güllenfass darüber fährt. «Das zeigt, dass mit einem hohen Reifendruck der Druck auf einer kleineren Fläche im Boden eher gross ist.» Damit steigt auch das Risiko der Verdichtung. Verringert der Bauer den Reifendruck, verteilt sich das Gewicht der Maschinen auf eine grössere Fläche – der Druck auf die einzelnen Stellen im Boden nimmt ab und damit auch die Belastung des Bodens.

«Die Logik ist einfach. Das Problem ist aber, dass der Druck in den Reifen für die Fahrt auf den geteerten Strassen aus Sicherheitsgründen höher sein muss, als es für das Feld gut ist», erklärt Stettler. Es sei eher umständlich für einen Landwirt, den Druck in den Reifen ständig zu verändern. Stettler hingegen macht seine Versuche mit Maschinen, von denen der Bauer von der Fahrerkabine aus den Druck variieren kann. Die Maschinen sind vor allem aus Kostengründen noch nicht verbreitet bei den Bauern, wie Stettler sagt. (mvl)

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