Weltrekord mit Frauenfelder Elektromotoren

Studenten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern haben den Beschleunigungs-Weltrekord für Elektroautos gebrochen. Sie haben es geschafft, einen Boliden in 1,513 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Ein Entwicklungspartner der Studenten war die Firma Sibatron AG aus Frauenfeld.

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Markus Bauer Geschäftsführer/Inhaber Sibatron AG, Frauenfeld (Bild: pd)

Markus Bauer Geschäftsführer/Inhaber Sibatron AG, Frauenfeld (Bild: pd)

Studenten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern haben den Beschleunigungs-Weltrekord für Elektroautos gebrochen. Sie haben es geschafft, einen Boliden in 1,513 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Ein Entwicklungspartner der Studenten war die Firma Sibatron AG aus Frauenfeld. Das Unternehmen von Markus Bauer war schon im Herbst 2014, beim damaligen Weltrekord von 1,785 Sekunden, am Projekt beteiligt.

Was genau hat die Sibatron dem ETH-Projekt geliefert?

Wir haben der ETH die Elektromotoren geliefert, in denen Kupferspulen magnetische Kraft erzeugen, um ein möglichst hohes Drehmoment zu erreichen und dieses dann perfekt auf die Strassen zu bringen.

Haben Sie für dieses Projekt eine spezielle Arbeitsgruppe aufgebaut?

Ja, wir haben ein Team, das sehr eng mit der ETH zusammenarbeitet. Dieses besteht aus sehr erfahrenen Mitarbeitern, die ihr Handwerk bei der Spulen- und der Werkzeugherstellung beherrschen.

Hat die Firma davon auch einen kommerziellen Nutzen?

Ja, es haben uns schon einige Interessenten für ähnliche Produkte angefragt. Des weiteren profitieren wir aber auch ganz klar vom Wissen der ETH-Studenten, die sehr nah an den neusten Erkenntnissen sind.

Könnte die Formel-E auch eine mögliche Marktnische für Sie sein?

Die Teams der Formel-E sind sehr bemüht, die beteiligten Studenten in ihre Teams zu holen. Wir hoffen, dass einige dieser Studenten durch die gute Zusammenarbeit in einiger Zeit an uns denken werden und sich eine solche Chance eröffnet.

Sind Sie stolz auf diesen Erfolg?

Ja, klar. Die ganze Firma fiebert mit diesem Team mit und freut sich immer riesig über dessen gute Leistungen. (tge)