Weiterhin kein Geld für Junioren

SIRNACH. In Sirnach wird darüber diskutiert, ob die Gemeinde den Fussballjunioren Förderbeiträge entrichten soll oder nicht. Die Meinungen darüber sind geteilt. Die Entscheidung liegt nun bei der Gemeindeversammlung im Dezember.

Simon Dudle
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Der Sportplatz Kett wird – ausser im Winter – rege genutzt und muss gepflegt werden. Über den Beitrag der Gemeinde entscheidet der Souverän. (Bild: Simon Dudle)

Der Sportplatz Kett wird – ausser im Winter – rege genutzt und muss gepflegt werden. Über den Beitrag der Gemeinde entscheidet der Souverän. (Bild: Simon Dudle)

Eigentlich geht es an der Sirnacher Gemeindeversammlung am 17. Dezember um das Budget für das nächste Jahr (siehe Infobox). Diskussionspotenzial bietet aber wohl eher Traktandum drei, bei dem es um den FC Sirnach geht. Dort ist die Grundsatzfrage zu klären, wie viel Geld die öffentliche Hand beisteuern soll. Der Verein hat beantragt, dass die Gemeinde Förderbeiträge entrichtet – wie an verschiedene andere Organisationen auch.

Jährlich 55 600 Franken

Sirnacher Vereine wie der Tennisclub, der Turnverein und der Musikverein bekommen pro Jahr pauschale Zuschüsse. Beim Fussballclub ist die Situation aber so, dass er keinen Baurechtszins zu entrichten hat, obwohl die Fussballanlage Kett der Politischen Gemeinde gehört. Darum hat der Gemeinderat entschieden, auch künftig keine Junioren-Beiträge zu sprechen, dafür den FC Sirnach die Anlage gratis nutzen zu lassen.

Ob das auch umgesetzt wird, entscheiden die Stimmbürger. «Ich rechne damit, dass es zu Diskussionen kommt», sagt Gemeindepräsident Kurt Baumann.

Dieses Traktandum ist unterteilt in sieben Punkte, über die je nach Diskussionsverlauf entweder in globo oder einzeln abgestimmt wird. Eines der weiteren Unter-Traktanden betrifft den Zustand der Anlage. Diese wird stark genutzt, was eine Abnutzung zur Folge hat.

Bereits 2010 hatten die Stimmbürger eine knappe Viertelmillion Franken für die Sanierung in Tranchen während fünf Jahren gesprochen. Das Geld ist nun aufgebraucht. Nach einem Antrag des FC Sirnach, für die Rasenpflege seien künftig jährlich 30 000 Franken zu budgetieren, hat die Behörde Abklärungen bei einem Gartenbau-Spezialisten getroffen und schlägt den Stimmbürgern vor, eine jährlich wiederkehrende Vereinsförderung von 55 600 Franken ins Budget aufzunehmen. Davon entfielen 30 000 Franken auf die Rasenpflege durch einen Gartenbauer, 16 000 Franken für das Mähen der Wiesen durch Mitarbeitende der Gemeinde und noch knapp 10 000 Franken für die Entsorgung des Grünguts sowie den Unterhalt der Zufahrtsstrasse.

Da der Gemeinderat in Eigenregie nur wiederkehrende Ausgaben bis jährlich 50 000 Franken sprechen darf, entscheidet der Souverän.

Offerte soll abgelehnt werden

Der FC hat auch gewünscht, das vereinseigene Clubhaus der Gemeinde zu übertragen, womit diese für Pflege und den Unterhalt verantwortlich wäre. Darauf ist laut Behörde zu verzichten. Dafür soll eine reduzierte Fläche im Baurecht an den FC abgetreten werden, da der Vorplatz bereits jetzt mit spezifischen Anlagen des FC versehen ist.