Weiss fällt weniger auf als Gelb

Sie kommen in Mode, die Punkte auf dem Boden. Mittlerweile gibt es sie nicht nur in der Frauenfelder Begegnungszone, sondern auch am Kreuzlinger Bahnhof Hafen. Die Punkte verfolgen ein konkretes Ziel: Sie sollen Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass es Fussgänger hat und mahnen daher zur Vorsicht.

Markus Zahnd
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Sie kommen in Mode, die Punkte auf dem Boden. Mittlerweile gibt es sie nicht nur in der Frauenfelder Begegnungszone, sondern auch am Kreuzlinger Bahnhof Hafen. Die Punkte verfolgen ein konkretes Ziel: Sie sollen Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass es Fussgänger hat und mahnen daher zur Vorsicht.

In Frauenfeld haben die Punkte intensive Diskussionen ausgelöst. Lächerlich sei das, hiess es an Stammtischen und in den Sozialen Medien. In Kreuzlingen hingegen blieb die Bevölkerung ruhig. Dafür dürfte es verschiedene Gründe geben. Erstens sind die Punkte in Frauenfeld gelb, die im Gegensatz zu den weissen in Kreuzlingen bedeutend mehr auffallen. Zweitens war in Frauenfeld die Stadt der Auftraggeber. Weil die Begegnungszone einigen ohnehin ein Dorn im Auge ist, kamen die Punkte für weitere Kritik gerade recht. In Kreuzlingen hingegen hat die SBB die Punkte aufmalen lassen. Drittens aber, und das ist der wichtigste Punkt: In Kreuzlingen war der Zeitplan einfach geschickter. Dort hat man die Punkte aufgemalt, als alle in den Sommerferien waren. Sollten sich die Frauenfelder Politiker daher Kreuzlingen als Vorbild nehmen, dürfen wir gespannt sein, welche Farbspuren sie in den Herbstferien hinterlassen.