Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WEINFELDEN: Volltruppenübung der Armee im Thurgau: Helene muss warten

Am Mittwoch ging im Thurgau die erste Artillerie-Übung seit Ende des Kalten Krieges zu Ende. Die Vorbereitungen dauerten ein Jahr. Ein Blick hinter die Kulissen.
Rahel Haag
Diesel für den Panzer: Soldaten betanken in Sulgen die unterschiedlichen Fahrzeuge. (Bild: Andrea Stalder)

Diesel für den Panzer: Soldaten betanken in Sulgen die unterschiedlichen Fahrzeuge. (Bild: Andrea Stalder)

«Wie ist eigentlich das Wetter draussen?», fragt ABC-Offizier Martin Kräuchi. Am Dienstagabend richtete die Schweizer Armee in den Sportanlagen Güttingersreuti in Weinfelden ihren Kommandoposten ein. Seither hat Kräuchi kaum Tageslicht gesehen. «Während einer Übung kommt man grundsätzlich nicht raus», sagt er und zuckt mit den Schultern. Aktuell herrscht Krieg auf dem Seerücken.

Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee Seerücken (Bild: Andrea Stalder)
27 Bilder

Volltruppenübung in Weinfelden


Von Montag bis gestern Mittwoch führte die Schweizer Armee die Volltruppenübung «Trium» durch. Es ist das erste Manöver mit schweren Mitteln seit dem Kalten Krieg. Insgesamt standen rund 2000 Mann und 80 Offiziere im Einsatz. Sie trainierten einen Kampfeinsatz.

Während der Übung gibt es nur wenig Schlaf

Kräuchi führt durch die Gänge der Luftschutzanlage. Hier laufen die Fäden zusammen, von hier aus wird die Übung koordiniert. Und gleichzeitig geschlafen. «Bei einer Übung bekommt man aber zu wenig Schlaf», sagt er. Gearbeitet wird im Kommandoposten in Schichten à sechs Stunden. Das Szenario der Übung: Ein Aufklärungsbataillon tritt gegen ein zweites Aufklärungsbataillon und eine Artillerieabteilung an. Im Rapport-Raum hängt eine grosse Karte an der Wand. Hier werden sämtliche Informationen festgehalten. Kräuchi bezeichnet sie als «das Hirn». Gleichzeitig werden die Informationen digital dokumentiert. Papier sei aber schneller und sicherer, zumal man im Ernstfall unter Umständen keinen Zugang mehr zu einem Computer habe. «Das Hirn in Papierform können wir innert Minuten einpacken und dann sind wir weg», sagt Kräuchi.

Gut ein Jahr dauerten die Vorbereitungen für diese Übung. Der Thurgau wurde aus unterschiedlichen Gründen ausgewählt. «Einerseits wegen seiner hervorragenden Infrastruktur und andererseits deshalb, weil die Armee bei der Thurgauer Bevölkerung willkommen ist», sagt der Übungsleiter Brigadier Alexander Kohli. Bereits während der Übung werden alle zehn Stunden Auswertungen gemacht. Euphorisch sei er nicht, «aber man sieht, wo man den Hebel ansetzen muss.» Das sei auch richtig so, betont Kohli.

Je länger man steht, desto eher wird man zum Ziel

Bei der Grastrocknungsanlage in Sulgen rollen die Schützenpanzer vorbei. Hier wurde eine Tankstelle eingerichtet. 9000 Liter Diesel fasst der Container, der sich unter einem Tarnnetz verbirgt. Oberleutnant Fabian Graf trägt hier die Verantwortung. Im zivilen Leben führt er einen Ackerbaubetrieb. «Das Betanken muss möglichst schnell gehen, damit die Fahrzeuge wieder in den Einsatz können», sagt er. Zudem gilt: Je länger man steht, desto eher wird man zum Ziel.

Aktuell gibt es einen kleinen Stau, vier Panzer stehen in der Schlange. «Das ist nicht optimal», sagt Graf. Einige Soldaten haben ihren Panzern Namen gegeben. Sie wurden mit Kreide auf die

Seite geschrieben. Gerade wird «Guets Rössli» betankt, «Helene» muss noch warten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.