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WEINFELDEN: Thurgauer Bauern stinkt das Güllen mit dem Schleppschlauch

Den Thurgauer Bauern stinkts: Nach Ende eines kantonalen Pilotprojekts erhalten sie weniger Bundesbeiträge für das umweltschonende Ausbringen von Gülle mit einem Schleppschlauch.
Zurzeit werden im Kanton Thurgau rund 27'430 Hektare mithilfe eines Schleppschlauchs bewirtschaftet. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Zurzeit werden im Kanton Thurgau rund 27'430 Hektare mithilfe eines Schleppschlauchs bewirtschaftet. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

WEINFELDEN. Beim herkömmlichen Ausbringen von Jauche entsteht viel gesundheitsschädigendes Ammoniak. Der Kanton Thurgau hatte deshalb ein Pilotprojekt zum Güllen mit Schleppschlauch gestartet. An diesem nahmen 865 Bauernbetriebe teil, welche eine Fläche von 41'000 Hektaren bewirtschaften. Dies entspreche der Hälfte der Landwirtschaftsfläche im Thurgau, sagte Moritz Tanner (SVP), Landwirt in Winden bei Egnach, am Mittwoch im Grossen Rat.

Nachdem vor zwei Jahren das Thurgauer Pilotprojekt von der Agrarpolitik des Bundes abgelöst wurde, seien die Beiträge für das umweltschonende Güllen reduziert worden. Die Folge sei, dass 250 Thurgauer Landwirte wieder auf die konventionelle Methode gewechselt hätten und heute nur noch 27'430 Hektaren Land mit Schleppschlauch bewirtschaftet werden.

Umweltbewusste Bauern benachteiligt
In seiner Interpellation «Fragwürdige Weisung bezüglich Schleppschlaucheinsatz» kritisierte der SVP-Kantonsrat, die Thurgauer Bauern, die auf das Güllen mit Schleppschlauch umgestellt hatten, würden nun benachteiligt.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) gehe davon aus, dass der Einsatz eines Schleppschlauchs die Aufnahme von Dünger im Boden verbessere und habe deshalb die sogenannten Ressourceneffizienzbeiträge (REB) gekürzt. Die Aufnahme von Stickstoff sei jedoch nicht höher, als beim konventionellen Güllen. Der Regierungsrat müsse beim Bundesamt eine Korrektur fordern oder wieder ein eigenes Programm starten, erklärte Tanner.

Thurgau bleibt Spitzenreiter
Wie Regierungsrat Kaspar Schläpfer (FDP) sagte, hatte die Thurgauer Regierung als einziger Kanton beim Bund interveniert, allerdings ohne Erfolg. Solange das Bundesprogramm laufe, werde der Regierungsrat kein weiteres kantonales Programm starten. Am Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg würden die Bauern kontinuierlich für das umweltschonende Güllen sensibilisiert. Immerhin bleibe der Thurgau trotz des Rückgangs absoluter Spitzenreiter beim umweltschonenden Güllen. (sda)

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