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WEINFELDEN: Thurgau soll mit einheimischem Holz bauen

Um die Thurgauer Waldwirtschaft zu unterstützen, müsse der Kanton Thurgau als Bauherr und grösster Waldbesitzer einheimisches Holz bevorzugen. Dies forderte die Holz-Lobby am Mittwoch im Grossen Rat Thurgau.
Um die Thurgauer Waldwirtschaft zu unterstützen, soll der Kanton als Bauherr einheimisches Holz bevorzugen. (Bild: Donato Caspari/Archiv)

Um die Thurgauer Waldwirtschaft zu unterstützen, soll der Kanton als Bauherr einheimisches Holz bevorzugen. (Bild: Donato Caspari/Archiv)

WEINFELDEN. Der Kanton Thurgau müsse Vorbild sein und bei den eigenen Hochbauten einheimisches Holz bevorzugen − auch wenn dies mehr koste, hatten ein Revierförster, ein Forstingenieur und ein Zimmermann in ihrer Interpellation «nachhaltige öffentliche Beschaffung im Bauwesen» verlangt.

Rückendeckung erhielt die «Holz-Lobby» von zahlreichen Rednern aus verschiedenen Parteien. Patentrezepte, das Thurgauer Holz zu fördern, hatte aber niemand. Sie verstehe die Aufregung nicht, sagte Baudirektorin Carmen Haag am Ende der gut einstündigen Diskussion.

Der Regierungsrat berücksichtige bei Hochbauten wenn immer möglich einheimisches Holz. Es sei aber nicht überall sinnvoll oder möglich, einheimisches Holz zu verwenden. Das öffentliche Beschaffungsrecht setze enge Grenzen. Zwar zählten bei Vergaben «Umweltverträglichkeit» und «Nachhaltigkeit» als mögliche Zuschlagskriterien. Wenn bei einer öffentlichen Ausschreibung jedoch nur inländische oder innerkantonale Anbieter die Anforderungen erfüllen könnten, wäre dies eine unzulässige «de facto Diskriminierung», sagte Haag.

Tiefer Holzpreis
Laut dem Waldwirtschaftsverband Thurgau garantiert der einheimische Rohstoff Holz im Thurgau rund 3500 Arbeitsplätze. Wegen grosser Konkurrenz aus dem Ausland kämpft die inländische Waldwirtschaft jedoch mit Absatzproblemen. Für viele Waldbesitzer lohne sich die Holzernte wegen der tiefen Preise nicht mehr.

Im Kanton Thurgau gibt es rund 21'000 Hektaren Wald. Das ist ein Fünftel der Fläche des Kantons. Der grösste Teil des Waldes (56 Prozent) ist in Privatbesitz von rund 9000 Eigentümerinnen und Eigentümern. 36 Prozent besitzen Gemeinden und Korporationen. Der grösste Waldbesitzer ist der Kanton Thurgau, dem rund sieben Prozent der Waldfläche gehören. (sda)

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