WEINFELDEN: Sondierbohrungen für die Bodensee-Thurtal-Strasse

Nach dem Ja zum NAF kann der Kanton Thurgau dem Bund das generelle Projekt für die Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) übergeben. Für die Etappen zwischen Erlen und Weinfelden sind noch Abklärungen über den geologischen Untergrund notwendig. Am Montag wurde mit Sondierbohrungen begonnen.

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Für die erste Etappe der Bodensee-Thurtal-Strasse von Arbon West bis Amriswil West/Oberaach liegt das generelle Projekt seit Frühling 2016 vor. (Bild: Reto Martin)

Für die erste Etappe der Bodensee-Thurtal-Strasse von Arbon West bis Amriswil West/Oberaach liegt das generelle Projekt seit Frühling 2016 vor. (Bild: Reto Martin)

Der Bund wird 2020 als Teil des Nationalstrassen− und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) rund 400 Kilometer Kantonsstrassen ins Nationalstrassennetz übernehmen, darunter die heutige Thurtalstrasse von Bonau bis Arbon (künftige N23). Spätestens auf diesen Zeitpunkt kann der Kanton Thurgau dem Bund auch das generelle Projekt für die neue Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) übergeben, wie die Thurgauer Staatskanzlei am Montag mitteilte.
Für die erste Etappe von Arbon West bis Amriswil West/Oberaach liegt das generelle Projekt seit Frühling 2016 vor. Für die zweite und dritte Etappe werden vom 13. Februar bis 24 März in Erlen und Weinfelden Sondierbohrungen und Drucksondierungen vorgenommen.

Am 23. September 2012 hatten die Thurgauerinnen und Thurgauer der Erweiterung des kantonalen Strassennetzes um die BTS von Bonau bis Arbon und die OLS von Oberaach (Amriswil West) bis Bätershausen (Kreuzlingen) zugestimmt. Die BTS als künftige Nationalstrasse N23 wird vom Bund finanziert, die OLS als Hauptstrasse liegt in der Verantwortung des Kantons.

Mitte März 2016 legte das Thurgauer Departement für Bau und Umwelt (DBU) das generelle Projekt für die erste Etappe der BTS vor. Der Kanton rechnet dafür mit Kosten von 800 Millionen statt der geplanten 310 Millionen Franken. Eine Hochrechnung für die gesamte Strecke hat ergeben, dass die BTS rund 1,55 Milliarden Franken kosten dürfte. In der Vorstudie war noch von 800 Millionen Franken die Rede gewesen. (SDA-ATS/gn/ny)