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WEINFELDEN: Fast 150000 Tonnen Abfall in einem Jahr verbrannt

Der Verband Kehrichtverbrennungsanlage Thurgau blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, in dem auch die Sammellogistik optimiert wurde. Unsicher ist, wie es mit der Sperrgutsammlung weitergeht.

«Wir haben im vergangenen Jahr die Strategie des Verbands KVA Thurgau überarbeitet und auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet», teilte Reto Stäheli, Verwaltungsratspräsident der Kehrichtverbrennungsanlage Thurgau, am Montagabend den 45 Delegierten im Weinfelder «Trauben» mit. Zu diesen Herausforderungen würden die sinkenden Energiepreise gehören.

Die Zunahme der Bevöl­kerung und die laufende Um­stellung auf Behältersammlung erforderten gemäss Stäheli eine neue effiziente Strukturierung der Sammelgebiete. «Seit dem 3. Januar arbeiten wir mit diesem neuen Konzept.» Stäheli zeigte sich zudem erfreut darüber, dass für das Regionale Annahme­zentrum Weinfelden ein neuer Standort – zwischen der Klär­anlage und dem Lidl-Verteil­zentrum – gefunden wurde. «Wir sind zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr der Spatenstich ­erfolgen kann.»

Erfreuliches Geschäftsjahr

148500 Tonnen Abfall verbrannte das KVA-Kraftwerk 2016. Diese grosse Menge Abfall sorgte für eine hohe Auslastung des Kehrichtkraftwerks und lag nur geringfügig unter dem bisherigen Rekord von 150000 Tonnen. Gemäss Peter Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, wurde im vergangenen Jahr im stärksten Bereich (Kehricht) ein Umsatz von 29,4 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Ertrag für Energie belief sich auf 9,5 Millionen Franken, derjenige für Wertstoffe auf 4 Millionen. Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 549200 Franken ab.

Am 1. Juli feierte der Verband zusammen mit den Mitarbeitern, Delegierten, Behörden, Kunden und Gästen das 20-Jahr-Jubiläum der KVA Thurgau. Alle Einwohnerinnen und Einwohner erhielten einen 35-Liter-Kehrichtsack geschenkt.

Steiner orientierte die An­wesenden darüber, dass der Verband KVA Thurgau kürzlich dem Verbund thermischer Verwertungsanlagen Ostschweiz (VTV) probeweise für drei Jahre beigetreten ist. Die Mitgliedschaft bezwecke eine engere Zusammenarbeit bei Akquisitionen, Revisionen, der Logistik oder auch bei Notfällen.

Sperrgutsammlung wenig genutzt

Eine Arbeitsgruppe des Verbands KVA Thurgau, bestehend aus Mitgliedern der Bauverwaltung verschiedener Gemeinden, dem Verband Thurgauer Gemeinden sowie dem Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid, beschäftigte sich im Vorfeld der Delegiertenversammlung mit der Sperrgutsammlung. Um die Menge des Sperrguts zu erheben, beauftragte die Arbeitsgruppe Drittpersonen, die während dreier Wochen an jeweils fünf Tagen mit den Transportunternehmen in Frauenfeld, Kreuzlingen und einigen Landgemeinden mitfuhren. Die Auswertung zeigte, dass das Sperrgut während des Erhebungszeitraums nur 0,34 Prozent der gesamten Kehrichtmenge ausmachte. Die Frage, ob oder in welcher Form die Sperrgutsammlung weitergeführt wird, ist Gegenstand einer der nächsten Verwaltungsratssitzungen.

Claudia Schumm

thurgau@thurgauerzeitung.ch

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