Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

WEINFELDEN: Die Königin aus der Landi

Die neue Apfelkönigin Angela Stocker ist Verkäuferin in Weinfelden. Ihre Kollegen haben mit Plakaten für ihre Wahl geworben. In ihrer Freizeit unternimmt die junge Frau Töfftouren und erkundet dabei den Thurgau.
Amy Douglas
Seit kurzem verteilt Angela Stocker die Äpfel nicht mehr nur in der Landi: Als neue Apfelkönigin wird sie die Frucht ein Jahr lang vertreten. (Bild: Reto Martin)

Seit kurzem verteilt Angela Stocker die Äpfel nicht mehr nur in der Landi: Als neue Apfelkönigin wird sie die Frucht ein Jahr lang vertreten. (Bild: Reto Martin)

WEINFELDEN. Die Kunden strömen dieser Tage in Scharen in die Landi Weinfelden. Dünger, Reinigungsmittel, Blumentopf oder Joghurt – für die meisten eher Vorwand als dringender Einkauf. Was ihnen in Wahrheit auf der Zunge brennt: «Ich hab's Ihnen ja gesagt». Diesen Satz bekommt Verkäuferin Angela Stocker an der Kasse zu hören. Seit kurzem trägt die 23-Jährige den Titel der Thurgauer Apfelkönigin.

Die Teilnahme an der Wahl wurde ihr von ihren Kunden empfohlen. «Sie wären doch die perfekte Apfelkönigin», meinten die Leute immer wieder. Sie selbst habe eigentlich nie daran gedacht. «Ich bin eher zurückhaltend», sagt Angela Stocker. «Ich will mich auf keinen Fall in den Mittelpunkt drängen, das würde nicht zu mir passen.» Über den Sieg habe sie sich dennoch riesig gefreut. Sie sei überwältigt gewesen von den vielen Gesichtern, die plötzlich alle auf sie geschaut hätten. Überrascht war auch ihr Freund, der Apfelkönig, wie Stocker ihn nun bezeichnet. «Er kann noch nicht richtig glauben, dass er jetzt eine Königin hat», sagt sie. Die beiden sind an der Wega vor sechs Jahren zusammengekommen.

Zeit für Katzen, Hasen und Töff

Seit drei Jahren lebt die junge Frau mit ihm auf seinem Hof in Buch bei Kümmertshausen. Dort pflegt sie ihren eigenen Garten. Apfelbäume gibt es auf dem Hof zum Glück auch. Die Sorte Gravensteiner hat die Apfelkönigin lange gemieden. «Ich habe immer die mehligen erwischt, das mag ich gar nicht.» Frisch vom Baum, aus der Hand ihres Freundes, hat ihr der Gravensteiner dann aber so gut geschmeckt, dass es grad ihre Lieblingssorte geworden ist. Angela Stocker füllt ein Regal mit Äpfeln auf, die gerade vom Lagerraum kommen. Der Landi-Chef sagt: «Es herrscht eine Riesen-Euphorie im Laden.» Es freut ihn, dass sich so viele seiner Kunden für die Apfelkönigin interessieren.

Das Landi-Team hat Angela Stocker an der Wahl mit Plakaten unterstützt. «Es sind coole Leute», sagt die Verkäuferin über ihre Kollegen. Sie arbeitet in der Landi, weil sie die Vielseitigkeit der Produkte mag und den Umgang mit Menschen schätzt. «Hier kommen Bauern, Hausfrauen und Kinder vorbei. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich.» Den Feierabend verbringt sie gerne mit ihrem Liebsten. Und mit der Katze und den zwei Hasen. «Ich versuche, viel Zeit mit den Tieren zu verbringen.» Im Thurgau kennt sich die aus Sulgen stammende Apfelkönigin aus. Seit zwei Jahren erkundet sie den Kanton auf dem Töff, zusammen mit ihrem Papi. Dabei kann sie sich gut entspannen. Angela Stocker weiss auch schon, was sie sich mit dem Geld, das sie als Apfelkönigin verdienen wird, leisten will: einen neuen Töff. Eine Ducati, ganz wie die von Papa.

Offen, herzlich, freundlich und aufgestellt – so beschreibt sich die Apfelkönigin. Sie freut sich auf ein erfolgreiches Jahr.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.